Hilfe fürs Leben seit 1966
Autor: Fränkischer Tag
, Mittwoch, 15. Juli 2026
Seit 60 Jahren steht die Lebenshilfe Forchheim als verlässlicher Begleiter an der Seite der Menschen
Musik erklingt über die Festwiese, Kinder basteln, Familien sitzen unter schattigen Bäumen zusammen, Besucher schlendern zwischen den Ständen. Rund um die Hainbrunnenschule herrscht fröhliches Treiben. Die Lebenshilfe Forchheim feiert ihr 60-jähriges Bestehen – ein Jubiläum, das weit mehr ist als ein Sommerfest.
Es steht für sechs Jahrzehnte Inklusion, Förderung und ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Ulm begrüßte gemeinsam mit Vorstand Peter Pfann zahlreiche Ehrengäste, darunter Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz (CSU), Landrat Hanngörg Zimmermann (FW), Regierungspräsident Florian Luderschmid, Bezirksrat Ulrich Schürr (CSU) sowie Carolina Trautner, Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern und Landtagsabgeordneter Michael Hofmann (CSU).
„Sozialer Mittelpunkt“
In ihren Grußworten würdigten sie die Bedeutung der Lebenshilfe für den Landkreis. Trautner sprach von einer Einrichtung, die Menschen helfe, „ihren Platz im Leben zu finden“. Luderschmid bezeichnete die Lebenshilfe als „sozialen Mittelpunkt“. Hebendanz betonte, sie mache Forchheim „lebens- und liebenswerter und vor allem menschlicher“.
Gegründet wurde die Lebenshilfe Forchheim 1966 auf Initiative engagierter Eltern, die für ihre Kinder bessere Bildungs- und Fördermöglichkeiten schaffen wollten. Heute begleitet die Lebenshilfe rund 600 Menschen – von der Frühförderung über Kindertagesstätten und die Hainbrunnenschule bis hin zu Werkstätten, Förderstätten und Wohnangeboten. Rund 200 Mitarbeiter kümmern sich täglich darum, Menschen mit Unterstützungsbedarf in allen Lebensphasen zu begleiten.
Doch die Aufgaben werden nicht kleiner. Peter Pfann sieht den geplanten Neubau der Hainbrunnenschule als wichtigstes Zukunftsprojekt. Gleichzeitig soll die berufliche Teilhabe ausgebaut und der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gestärkt werden.