Haushaltsplan: Weisendorf kommt 2026 ohne Kredit aus
Autor: Fränkischer Tag
, Montag, 20. Juli 2026
Der Haushaltsausschuss hat den Haushalt 2026 der Marktgemeinde in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung diskutiert.
Im Verwaltungshaushalt werden 19 Millionen Euro eingestellt – ein Volumen auf Vorjahresniveau. Im Vermögenshaushalt sind jedoch deutliche Mehrausgaben geplant. 2024 waren es vier Millionen Euro, 2025 dann 6,7 Millionen Euro und für 2026 sind 8,3 Millionen Euro für einmalige oder investive Maßnahmen und deren Finanzierung vorgesehen.
Die gute Nachricht: Die Gemeinde muss dieses Jahr keine Schulden aufnehmen, der Haushalt ist ausgeglichen. Mehr noch: Die Einnahmen liegen mit rund 170.000 Euro über den Ausgaben.
Auf der Einnahmenseite des Verwaltungshaushalts ist der Anteil am Einkommensteueraufkommen mit 6,3 Millionen Euro die größte Position. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer mit 3,5 Millionen Euro sind nach Aussage von Bürgermeister Timo Wendel erfreulich, aber für die Zukunft ist nicht mit einer Steigerung zu rechnen. Da die Steuerkraft der Gemeinde nicht überdurchschnittlich ist, erhält sie 2026 Schlüsselzuweisungen in Höhe von rund 912.000 Euro.
Die Grundsteuer A und B wird in diesem Jahr, nachdem der Hebesatz in den letzten Gemeinderatsitzung rückwirkend ab 1. Januar 2026 angehoben worden war, helfen, den Haushalt auszugleichen. 830.500 Euro sind als Grundsteuereinnahmen hochgerechnet worden.
Auf der Ausgabenseite sind die Aufwendungen für die Verwaltung und der Betriebsaufwand für Gebäude mit rund sechs Millionen Euro veranschlagt.
Josef Nießl, Experte für kommunale Finanzen, der die Gemeinde bei der Haushaltsplanerstellung berät, merkt dazu an: „Jede neue Investition führt auch zu Folgekosten.“ Daher seien Entscheidungen, die die freiwilligen Aufgaben der Gemeinde betreffen, sorgsam abzuwägen. Aber genau diese sind „das Salz in der Suppe“, die das Leben in der Gemeinde lebenswert machen, meint der Berater.