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Größer und moderner: Ausbau der Nahversorgung


Autor: Richard Reiser

, Samstag, 17. Oktober 2026

Das „Sondergebiet Nahversorgung“ wird nach über 20 Jahren angepasst Richard Reiser


Der Gemeinderat Stegaurach hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den aus dem Jahr 2001 stammenden Bebauungsplan „Sondergebiet Nahversorgung“ zu ändern. Hintergrund ist zum einen der bestehende Rewe-Markt, der vergrößert und modernisiert werden soll; dafür wird das Sondergebiet im vorderen Teil erweitert.

Zum anderen wird die Art der baulichen Nutzung im Bereich des aktuellen Norma-Marktes geändert. Da der Discounter auf dem daneben liegenden „Sondergebiet Nahversorgung II“ neu baut, wird das bisherige Areal in ein Gewerbegebiet umgewandelt..

Kanalnetz optimieren

Auch in der Gemeinde Stegaurach haben die Starkregenereignisse in den letzten Jahren stellenweise zu einer Überlastung des Kanalnetzes geführt. Um zukünftig eine Überlastung des Kanalnetzes zu vermeiden, ist eine Berechnung der hydraulischen Leistungsfähigkeit des gemeindlichen Kanalnetzes geplant. In den Ortsteilen Dellern und Höfen wurde diese Überprüfung schon in den letzten Jahren durchgeführt und es wurden Anpassungen vorgenommen. Dipl.-Ing. (FH) Stephan Endres vom Ingenieurbüro Miller hat die Gemeinderäte in der letzten Sitzung über die Berechnung der hydraulischen Leistungsfähigkeit des gemeindlichen Kanalnetzes informiert, damit eine Anpassungsstrategie zur Vermeidung von Schäden durch Starkregenereignisse entwickelt werden kann.

Je nach Regenereignis kann es im Kanalnetz zu einer Teilfüllung, zu einem Einstau, einem Überstau oder einer Überflutung kommen. Sollte es bei einer Teilfüllung oder einem Einstau zu einem Rückstau in ein Gebäude kommen, muss der Grundstückseigentümer Schutzmaßnahmen treffen. Bei einem Überstau oder einer Überflutung muss der Kanalnetzbetreiber aktiv werden.

Die geplante hydraulische Berechnung ist hierfür der erste Schritt: Zunächst werden alle Bestandsdaten (Querschnitte, Höhen usw.) erfasst und ein digitales Flächenkataster zur Ermittlung der abflusswirksamen Flächen erstellt. Auf dieser Basis wird die Leistungsfähigkeit des Netzes errechnet. Ziel ist eine Anpassungsstrategie, die Schäden durch ein 30-jähriges Hochwasser effektiv verhindert. Da es bei den letzten Starkregen in Stegaurach bereits zu einem Überstau kam, wird mit den Berechnungen in den Ortsteilen Stegaurach, Debring und Unteraurach begonnen. Die Maßnahme ist auf etwa drei Jahre angelegt und wird voraussichtlich rund 200.000 Euro kosten.

Die Gemeinde engagiert sich weiter aktiv im Naturschutz: Der Gemeinderat hat grünem Licht für das LPV-Projekt „Beweidung und Wiesenbrüterschutz im Steigerwaldvorland“ gegeben. Wie Erster Bürgermeister Thilo Wagner erläuterte, soll der Schutz bedrohter Wiesenbrüter im Aurachtal mit Hilfe von Beweidungsprojekten verbessert werden. Das Projekt wird über den interkommunalen Zusammenschluss ILE Aurach-6 bezuschusst. Den gemeindlichen Eigenanteil von 926 Euro trägt die Gemeinde.