Gremsdorf leidet unter Eichenprozessionsspinnern
Autor: Fränkischer Tag
, Montag, 06. Juli 2026
Der Eichenprozessionsspinner sorgt in der Gemeinde Gremsdorf weiterhin für erhebliche Probleme – und reißt ein großes Loch in den Gemeindehaushalt. Wie Bürgermeister Simon Fischer in der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte, haben sich die Schädlinge vor allem in Gremsdorf und im Ortsteil Buch stark ausgebreitet. Besonders betroffen sind dabei sensible Bereiche wie die Kindertagesstätte und das Gelände des SC Gremsdorf sowie der Spielplatz in Buch.
Die Bekämpfung der Raupen, deren feine Brennhaare beim Menschen teils erhebliche gesundheitliche Beschwerden wie Hautreizungen, Atemwegsprobleme oder allergische Reaktionen auslösen können, verursacht inzwischen Kosten von mehr als 30.000 Euro. Zahlreiche Nester wurden bereits entfernt, weitere müssen in den kommenden Wochen noch beseitigt werden. Allein im Bereich der Kindertagesstätte und des Sportgeländes in Gremsdorf wurden nach Angaben des Bürgermeisters bereits mehr als 122 Nester fachgerecht entfernt.
Die Räte beschäftigten sich außerdem mit verschiedenen Kostenvoranschlägen und berieten über das weitere Vorgehen bei der Bekämpfung. Dabei soll es nicht bei kurzfristigen Maßnahmen bleiben: Um die Belastung in den kommenden Jahren einzudämmen, sprach sich das Gremium auch für eine vorbeugende Strategie aus. Eine Fachfirma soll den künftigen Befall reduzieren und so den aufwendigen Einsatz zur Nestentfernung verringern.
Ferner sollen in einer Klausurtagung die langfristigen Entwicklungsschwerpunkte beraten werden. Ziel ist es, die Vorstellungen aller drei im Gemeinderat vertretenen Wählervereinigungen zusammenzuführen und einen gemeinsamen Fahrplan für die kommenden Jahre zu erarbeiten. Wann und wie das stattfinden wird, ist noch nicht entschieden.
Personelle Veränderungen gab es ebenfalls. Nachdem der bisherige Bürgermeister Norbert Walter vom Bürgerblock Gremsdorf sein Mandat als Gemeinderat niedergelegt hatte, rückte Harald Schorr entsprechend der Wahlliste nach. Er wurde offiziell vereidigt. Zudem bestellte das Gremium Jürgen Thomann zum Ortsbeauftragten für den Ortsteil Poppenwind.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Anschaffung eines neuen Sandkastens für die Kindertagesstätte. Die Arbeiten sollen während der Schließzeit erfolgen. Da ein Kostenvoranschlag vom damaligen Gemeinderat zurückgestellt worden war, wurde nun eine kostengünstigere Variante gefunden.