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Glückwünsche zur eisernen Hochzeit im Hause Sitzmann


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Bamberg, Samstag, 03. Februar 2024

Am 31. Januar jährte sich die Vermählung von Edgar Sitzmann und Magdalena Roppelt zum 65. Mal. Die beiden kannten sich in jungen Jahren aus der katholischen Jugend St. Martin. Edgar ministrierte dort...
Zum 65. Ehejubiläum von Magdalena und Edgar Sitzmann (Mitte) gratulierte Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (r.).


Am 31. Januar jährte sich die Vermählung von Edgar Sitzmann und Magdalena Roppelt zum 65. Mal. Die beiden kannten sich in jungen Jahren aus der katholischen Jugend St. Martin.

Edgar ministrierte dort bei Pfarrer „Jupp Schneider“, Magdalena galt im Singkreis als „eine der schönen Roppeltsschwestern“, wie der Ehemann verrät.

Einige Jahre später heirateten sie in der Martinskirche.

Und wohin der Lehrerberuf das junge Paar auch trug, die Martinskirche und die Bamberger Innenstadt blieben ihr Zuhause.

Deshalb kauften sie später das Geburtshaus von Edgar Sitzmann im Gärtnerviertel zurück, restaurierten es liebevoll. In der Kleberstraße hat Magdalena das Handwerk der Schneiderin erlernt und konnte ihre Nähkünste gut brauchen in den Jahren des kargen Lehrergehalts der 50er und 60er Jahre, um die Kinder einzukleiden. Da bekamen die Mädchen Schottenröcke und später wurde ein Anzug für den Jungen daraus, erinnert sich Edgar Sitzmann.

„Magdl“, wie Edgar seine Frau immer liebevoll nennt, kümmerte sich um den Haushalt und die drei Kinder Sabina, Heike und Gebhard und hielt ihrem Mann so den Rücken frei für seine schier unzähligen Tätigkeiten in den Vereinen und in der Politik. Sie war aber gleichzeitig seine wachsamste Kritikerin bis heute, so der Ehemann .

Als Volksschullehrer wurde er von Heroldsbach nach Untersteinach und dann nach Burgwindheim versetzt und schließlich Rektor an der Bamberger Trimbergschule. Schon in seiner Steigerwaldzeit engagierte er sich politisch in den Gemeinden. Er begann als Gemeinderat in Untersteinach, wurde dort als Bürgermeister gewählt und vertrieb die damalige APO (Außerparlamentarische Opposition), die ausgerechnet in seinem Dorf ihre Zentrale der Aktionen für ihre in Ebrach inhaftierten Genossen hatte.

Bei der Gebietsreform 1972 wählten ihn dann die Bürger Burgwindheims zu ihrem Bürgermeister. Schließlich wurde er von 1982 bis 2003 Bezirkstagspräsident von Oberfranken. „Der Bezirkstag war mein Leben“, schwärmt Sitzmann noch heute. Dem Bamberger Stadtrat gehörte er auch zwölf Jahre an.

Für seine Verdienste für die Stadt bekam er den Ehrenring der Stadt Bamberg . Weitere seiner zahlreichen Auszeichnungen sind das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse, der Bayerische Verdienstorden, die Ehrenmedaillen des Bezirks Oberfranken, des Landkreises Bamberg und Kulmbach und mehrerer Gemeinden.

Auch in Verbänden war Edgar, wie er meist nur genannt wird, aktiv. Dazu zählen besonders die BRK-Bereitschaft „Steigerwald/Ebrachgrund“, der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine und „sein Liebling“: der Altenburgverein Bamberg .

Für ihn, der sich besonders um die Erhaltung der stadt- und kreisprägenden Burg kümmert, bittet die Familie Sitzmann auch um Spenden anstelle von Geschenken für das Ehejubiläum.

Außer den drei Kindern, vier Enkeln und vielen Freunden gratulierten auch Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb .

Beide schrieben auch ihre Glückwünsche sowie ihren Dank und ihre Wertschätzung für das Jubiläumspaar in dessen Gästebuch ein und überreichten Geschenke. job