Am 31. Januar jährte sich die Vermählung von Edgar Sitzmann und Magdalena Roppelt zum 65. Mal. Die beiden kannten sich in jungen Jahren aus der katholischen Jugend St. Martin. Edgar ministrierte dort...
Am 31. Januar jährte sich die Vermählung von Edgar Sitzmann und Magdalena Roppelt zum 65. Mal. Die beiden kannten sich in jungen Jahren aus der katholischen Jugend St. Martin.
Edgar ministrierte dort bei Pfarrer „Jupp Schneider“, Magdalena galt im Singkreis als „eine der schönen Roppeltsschwestern“, wie der Ehemann verrät.
Einige Jahre später heirateten sie in der Martinskirche.
Und wohin der Lehrerberuf das junge Paar auch trug, die Martinskirche und die Bamberger Innenstadt blieben ihr Zuhause.
Deshalb kauften sie später das Geburtshaus von Edgar Sitzmann im Gärtnerviertel zurück, restaurierten es liebevoll. In der Kleberstraße hat Magdalena das Handwerk der Schneiderin erlernt und konnte ihre Nähkünste gut brauchen in den Jahren des kargen Lehrergehalts der 50er und 60er Jahre, um die Kinder einzukleiden. Da bekamen die Mädchen Schottenröcke und später wurde ein Anzug für den Jungen daraus, erinnert sich Edgar Sitzmann.
„Magdl“, wie Edgar seine Frau immer liebevoll nennt, kümmerte sich um den Haushalt und die drei Kinder Sabina, Heike und Gebhard und hielt ihrem Mann so den Rücken frei für seine schier unzähligen Tätigkeiten in den Vereinen und in der Politik. Sie war aber gleichzeitig seine wachsamste Kritikerin bis heute, so der Ehemann .
Als Volksschullehrer wurde er von Heroldsbach nach Untersteinach und dann nach Burgwindheim versetzt und schließlich Rektor an der Bamberger Trimbergschule. Schon in seiner Steigerwaldzeit engagierte er sich politisch in den Gemeinden. Er begann als Gemeinderat in Untersteinach, wurde dort als Bürgermeister gewählt und vertrieb die damalige APO (Außerparlamentarische Opposition), die ausgerechnet in seinem Dorf ihre Zentrale der Aktionen für ihre in Ebrach inhaftierten Genossen hatte.