Glück im Unglück nach Heli-Einsatz
Autor: Fränkischer Tag
, Mittwoch, 22. Juli 2026
Nach dem Abbruch in Reichmannsdorf ist der Lichtenfelser Spieler auf dem Weg der Besserung
Die Erleichterung ist Matthias Menger nach bangen Stunden der Ungewissheit anzuhören. „Gottseidank, es ist alles in Ordnung bei Hannes Reichel“, sagt der Vorsitzende des FC Lichtenfels am Telefon. „Er hat vermutlich nur eine Gehirnerschütterung erlitten, verspürt inzwischen keine Schmerzen mehr und wurde bereits am Nachmittag wieder aus dem Klinikum Bamberg entlassen. Wir sind heilfroh, dass die Sache so glimpflich ausgegangen ist.“
Mit dem Heli nach Bamberg
Wenige Stunden zuvor war die Sorge noch groß, dass sich der 21-Jährige vom FC Lichtenfels im Bezirksliga-Auswärtsspiel beim SC Reichmannsdorf womöglich schwerer an der Wirbelsäule verletzt haben könnte. Nach längerer Behandlung auf dem Platz wurde Reichel schließlich mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Bamberg geflogen. Die CT-Untersuchungen am Abend und dem darauffolgenden Morgen hätten aber keinen negativen Befund ergeben.
„An die Szene selbst kann ich mich nicht mehr erinnern. Was genau passiert ist, weiß ich nicht. Ich war kurz komplett benommen, und als ich wieder zu mir kam, hatte ich absolut keine Ahnung, was überhaupt los ist und was passiert war – plötzlich standen einfach Leute um mich herum, und ich war völlig orientierungslos“, berichtet Reichel. Auch vom restlichen Geschehen auf dem Platz habe er nur noch vereinzelte Bilder im Kopf.
„Ein riesiges Dankeschön geht an unseren Betreuer Detlef Beintze für die herausragende Erstversorgung. Ebenso danke ich allen beteiligten Helfern – dem Notarzt, den Sanitätern und dem Hubschrauber-Piloten für ihren schnellen und professionellen Einsatz“, sagt Reichel – und gibt nochmal Entwarnung: „Die Untersuchungen im Klinikum Bamberg haben zum Glück ,nur‘ eine Gehirnerschütterung und eine Rückenmarkerschütterung ergeben. Also wirklich Glück im Unglück!“ Mittlerweile ist Hannes Reichel wieder zu Hause, um sich zu erholen.
Die fatale Szene am Dienstagabend ereignete sich nach lediglich vier gespielten Minuten. Ein eigentlich unscheinbarer Zweikampf, wie er auf bayerischen Amateurplätzen wohl tausendfach an einem Wochenende vorkommt. „Unser Innenverteidiger spielt einen etwas zu langen Diagonalball, unser Spieler holt auf, kommt in den Zweikampf und stellt den Körper rein. Und dann ist der Gegner zu Boden gegangen. Er ist zwar wieder aufgestanden, sofort aber wieder zusammengesackt“, sagte SC-Keeper Fabian Achtzehn, der die Aktion aus größerer Entfernung beobachtete.