Fuhrpark mit Geschichte
Autor: Fränkischer Tag
, Montag, 13. Juli 2026
Die Automobile von Georg Weikert aus Pommersfelden zeigen die rasante Entwicklung der Fortbewegung
Die Zeit ist im Fluss, alles verändert sich. Das gilt nicht nur im Bezug auf Menschen, sondern auch für technische Errungenschaften. Fahrbare Untersätze bilden da keine Ausnahme.
Georg Weikert aus Pommersfelden besitzt einen kleinen Fuhrpark, der sich sehen lassen kann: Seine fünf fahrbaren Untersätze spiegeln den Wandel der Zeit perfekt wieder.
Angefixt wurde der heute 79-Jährige eigentlich durch seine Tochter Ute. Sie wünschte sich ein japanisches Cabrio, doch der Papa legte sein Veto ein. Ein deutsches Fahrzeug sollt es sein, und so fand ein weißer Mercedes Pagode 280 SL Baujahr 1970 mit 170 PS bei den Weikerts 1990 ein neues Zuhause.
Acht PS und 35 km/h
Der DeDion Bouton, ein waschechter Franzose aus dem Baujahr 1904, ließ die Weikerts dann ein ganzes Stück zurückreisen in die Vergangenheit der Automobile. Aus Maastricht fand er den Weg nach Pommersfelden. Das schnuckelige Kleinod mit Kutschenflair hat acht PS unter der Haube, macht 35 Stundenkilometer Spitze und wurde seinerzeit in Paris als Taxi eingesetzt.
„Der DeDion hatte einen Benzinmotor und ein automatisches Schnüffelventil, also ein nicht gesteuertes Einlassventil“, führt Michael Güttler aus Pettstadt aus. Er besitzt mit einem Peugeot 301 selbst ein Vorkriegsfahrzeug. „Mit dem DeDion waren wir 1994 bei der Tour de Luxemburg, nahmen 1995 an der 100 Jahre Sachs-Ausfahrt in Schweinfurt und 2004 an der Baron von Liebieg-Fahrt von Prag über Liberec nach Koblenz teil“, berichtet Weikert nicht ohne Stolz.