Egloffsteins Haushalt lässt „kaum Luft zum Atmen“
Autor: Fränkischer Tag
, Dienstag, 30. Juni 2026
Einstimmig hat der Marktgemeinderat Egloffstein den Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet. Trotz eines Gesamtvolumens von rund 11,1 Millionen Euro machte Bürgermeister Stefan Förtsch deutlich, dass die finanziellen Spielräume der Gemeinde zunehmend kleiner werden.
„Das ist ein furchtbar enges finanzielles Korsett, das kaum Luft zum Atmen lässt“, sagte er bei der Vorstellung des Zahlenwerks. Besonders ins Gewicht fallen demnach mehrere große Investitionsprojekte.
Kita und Freibad
Allein für die Erweiterung und Sanierung der Kindertagesstätte sind in diesem Jahr eine Million Euro eingeplant. Eine weitere Million Euro fließen in die Sanierung des Freibades. Hinzu kommen 200.000 Euro für Maßnahmen im Bereich der Wasserversorgung sowie 1,4 Millionen Euro für die Kläranlagensanierung.
Der Haushalt weist ein Gesamtvolumen von 11,12 Millionen Euro aus. Davon entfallen rund 6,56 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 4,57 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Die Personalkosten steigen auf rund 2,1 Millionen Euro. Auch die Kreisumlage belastet den Markt erheblich. Sie liegt inzwischen bei mehr als 1,53 Millionen Euro.
Förtsch verwies darauf, dass zahlreiche Investitionen nur mithilfe staatlicher Förderprogramme umgesetzt werden können. So wird bei der Kindertagesstätte mit Fördermitteln von rund 2,6 Millionen Euro gerechnet, die allerdings teilweise erst in den kommenden Jahren ausbezahlt werden. Die Gemeinde müsse daher häufig in Vorleistung gehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Wasserversorgung. Für die Erweiterung des Leitungsnetzes werden wohl sogenannte Verbesserungsbeiträge erhoben werden müssen. Dadurch rechnet die Verwaltung mit Einnahmen von rund 400.000 Euro.
Positiv wirke sich aus, dass eine bereits genehmigte Kreditaufnahme aus dem Jahr 2024 damals nicht benötigt wurde. Die entsprechende Kreditermächtigung kann nun für den Haushalt 2026 genutzt werden. Eine zusätzliche Neuverschuldung ist deshalb in diesem Jahr nicht erforderlich. Dennoch steigt der Schuldenstand des Marktes auf rund 1,92 Millionen Euro an.