Diskussion über die Sozialpolitik
Autor: Fränkischer Tag
, Mittwoch, 22. Juli 2026
Über die Herausforderungen und gemeinsamen Ziele für die Steuer- und Sozialpolitik diskutierte der SPD-Kreisvorstand Kronach mit dem DGB-Regionsgeschäftsführer Oberfranken, Mathias Eckardt. Ergebnis: SPD und DGB haben eine gemeinsame Sichtweise, es ist jedoch schwierig, diese in der politisch umzusetzen.
Mathias Eckardt sagte eingangs: „Einen Großteil der Menschen stört die fehlende Gerechtigkeit und das Auseinanderdriften von steigenden Großvermögen auf der einen und zunehmenden Kostensteigerungen und Belastungen für die Arbeitnehmer, Rentner und Hilfeempfänger auf der anderen Seite.“
„Ungerechte Behandlung“
So sei geplant, das Wohngeld pauschal zu kürzen. Eine höhere Steuer auf große Vermögen oder eine höhere Erbschaftsteuer seien hingegen bislang kein Thema. Deutschland sei ein Land, das die Reichen schone. Mit seinen Vorwürfen und den beschlossenen Kürzungen und Verschlechterungen drücke Kanzler Merz auf die Stimmung der Arbeitnehmer, die als Leistungsträger der Wirtschaft ungerecht behandelt würden.
Bei der Gesetzlichen Krankenversicherung drohten weiter steigende Defizite. Die Hauptkostentreiber seien die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen und Medikamente. Die Kosten für die Behandlung von Empfängern von Grundsicherung müssten zukünftig den Kassen in voller Höhe aus Steuermitteln erstattet werden, so Mathias Eckardt.
Bürgervollversicherung