Die Tafel in Wiesenthau
Autor: Fränkischer Tag
, Sonntag, 19. Juli 2026
Wie funktioniert eigentlich eine Tafel? Woher kommen die Lebensmittel? Wer darf dort einkaufen? Und warum werden so viele Lebensmittel weggeworfen, obwohl sie noch genießbar sind? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Wiesenthau beim Besuch von drei Mitarbeitenden der Tafel Erlangen.
Viele Kinder kannten die Tafel zwar vom Namen, wussten jedoch nicht genau, welche Aufgaben sie übernimmt.
Anschließend wurde erklärt, dass der Name „Tafel“ ursprünglich von einer großen Tischtafel stammt – einem langen Esstisch, an dem Menschen gemeinsam essen. Auch die Legende von den Rittern der Tafelrunde zeigte den Kindern, dass an einer Tafel alle Menschen gleich wichtig sind.
Schnell wurde deutlich, worum es bei der Arbeit der Tafel wirklich geht: Lebensmittel retten und Menschen helfen. Die Tafel sammelt Lebensmittel, die Supermärkte, Bäckereien oder andere Geschäfte nicht mehr verkaufen können – beispielsweise, weil sie kleine Schönheitsfehler haben oder das Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreicht ist. Statt diese Lebensmittel wegzuwerfen, werden sie an Menschen weitergegeben, die sich den Einkauf sonst nur schwer leisten könnten.
Die Kinder erfuhren außerdem viele spannende Zahlen über die Tafel Erlangen. Insgesamt gibt es vier Ausgabestellen. Rund 180 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich dort Woche für Woche. Nur zwei Mitarbeiter sind bei der Diakonie Erlangen fest angestellt. Rund 3500 Kunden werden regelmäßig versorgt.
Christina Eckert