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Die Klimaanlage für die Region


Autor: Fränkischer Tag

, Mittwoch, 08. Juli 2026

Das Musikkabarett „häisd‘n‘däisd vomm mee“ begeisterte am Nationalparktag in Ebrach.Florian Tully


Die extreme Hitzewelle machte es überdeutlich: Eine Zukunft mit Lebensqualität braucht einen besseren Schutz von Wald und Klima. Dies wurde insbesondere von den „jungen Stimmen“ beim Nationalparktag im Garten des Klosterbräu gefordert.

Trotz der Hitze war das Fest der Pro-Nationalpark-Ver-bände gut besucht. Mit Reden, Ständen und Live-Musik ging der Appell an die Politikerinnen und Politiker der Region und der Staatsregierung: Ein Nationalpark im Steigerwald soll eine Leuchtturmprojekt für Franken und Bayern sein.

Er bedeute für die Region hohe Lebensqualität bei großer wirtschaftlicher Wert-schöpfung. Ein Nationalpark wäre eine riesige Klimaanlage für die Landschaft. Ohne bodenverdichtende Maschinenwege könne der Wald wesentlich mehr Wasser speichern. Er schützt das Klima, weil aus der Nutzung genommene Buchenwälder Kohlenstoffsenken und -speicher sind.

Er sichert eine hohe Vielfalt an Arten und Genen, was für einen stabilen, anpassungs- und reaktionsfähigen Wald überlebenswichtig ist.

Erik Stenzel, Liedermacher aus Nürnberg, und die fränkischen Musikkabarettisten von „häisd‘n‘däisd vomm mee“ sorgten für Denkanstöße und gute Unterhaltung.

Eva Maria Weimann, stellvertretende Vorsitzende der Bayern-SPD wünscht sich eine Politik, die schützt, was unbezahlbar ist: die Lebens-grundlagen; und nicht nur, was kurzfristig für einige den Gewinn maximiert.

Jan Schneider , junger Kreisrat der Grünen Kitzingen forderte eine bessere Lebensqualität für zukünftige Generationen durch wirksamen Klima- und Naturschutz.

Hubert Weiger, Forstwissenschaftler und Ehrenvorsitzender des Bundes Naturschutz, ging zunächst auf die Klimakrise ein, die mit 40,8 Grad dieser Tage für einen neuen Temperaturrekord in Bayern sorgte: „Denjenigen, die die Klimakrise leugnen, muss man den Verstand absprechen. Anstelle eines beherzten Ausbaus der erneuerbaren Energien geht die Regierung wieder zu den Fossilen zurück.“ Die trocken-heißen Phasen führen zum Zusammenbruch der Amphibien-Bestände, zu niedrigen Pegeln in Flüssen und Grundwasser und zu immensen Waldschäden .

Weiger appellierte an den fränkischen Ministerpräsidenten Markus Söder , sich für den ersten fränkischen Nationalpark einzusetzen. Das wäre eine Entscheidung, die ihm seinen Platz in der bayerischen Geschichte für immer sichern würde.  red