Die Gelbe Karte gibt‘s als Geschenk
Autor: Fränkischer Tag
, Freitag, 21. August 2026
Der „Party-Schiri“ ist zurück: Warum Sebastian Linz wieder Fußballspiele auf Kreisebene pfeift
Nach einigen Jahren Pause schreitet er wieder energisch über den Platz, kaum zu übersehen mit den langen Schritten und einer Körpergroße jenseits der 1,90 Meter. Sebastian Linz pfeift wieder. Der 42-jährige Gastronom, Pächter des Fässla-Kellers in der Bamberger Wunderburg und des Kachelofens in der Sandstraße, ist nach einer längeren Pause erneut als Schiedsrichter aktiv.
Aber nur noch auf Kreisebene – oder bei besonderen Anlässen wie dem Benefizspiel zwischen dem FC Sternstunden und der Traditionsmannschaft des FC Eintracht Bamberg am Samstag um 16 Uhr im Fuchsparkstadion. Dann wird er an der Seitenlinie als Assistent fungieren, die Spielleitung übernimmt mit Landrat Johannes Maciejonczyk ein langjähriger Schiedsrichter-Kamerad aus der Steigerwälder Gruppe.
„Den Spaß am Pfeifen hatte ich nie verloren. Außerdem fühle ich mit 42 Jahren zu jung, um bereits den sportlichen Ruhestand einzuläuten“, erklärt Linz sein Comeback an der Pfeife. Als Schiedsrichter hat er einen beachtlichen Weg hinter sich: Insgesamt sechs Jahre pfiff Linz in der Landesliga, eine Saison war er in der Bayernliga aktiv, acht Jahre lang war er als Assistent in der Regionalliga unterwegs, unter anderem an der Seite von Christopher Schwarzmann, Christian Dietz und Florian Bad-stübner.
In diese Sphären kann und will Linz als Schiedsrichter aber nicht mehr vorstoßen, wird nur noch Spiele auf Kreisebene leiten. In der vergangenen Saison leitete er zehn Partien, einige mehr sollen es in dieser Spielzeit werden. „Wann immer die Zeit es zulässt“, sagt der vielbeschäftigte Gastronom.
Im Sportheim übernachtet
Als junger Referee hat er sich den Ruf als „Party-Schiri“ erarbeitet, die sogenannte dritte Halbzeit in den Sportheimen der Region wurde regelmäßig zelebriert. „Das durfte von meinen Obmännern damals keiner wissen, aber es kam nicht nur einmal vor, dass ich im Sportheim geschlafen habe und erst am nächsten Tag nach Hause bin“, sagt Linz: „Das waren legendäre Abende in Abtswind oder Trogen.“