Die Burker sind zurück
Autor: Fränkischer Tag
, Freitag, 03. Juli 2026
Vier Forchheimer waren bei der WM in den USA. Sie bringen spannende Geschichten mit nach Hause
Dass die Fußball-Weltmeisterschaft aus deutscher Sicht ein Erfolg war, das sieht hierzulande wohl kaum jemand so. Edi Kainer schon. Zumindest bezeichnet er einen Teil der WM als vollen Erfolg. Er meint damit die gemeinsame Zeit mit den anderen Burker Fanclub-Mitgliedern Roland Sterzl, Marion Kilian-Buresch und Harald Buresch. „Es war wieder eine Mega-Fußball-Reise“, sagt Edi Kainer am Telefon. Mittlerweile ist Kainer wieder zu Hause angekommen – zwei Tage schneller als seine Koffer.
Alle deutschen Vorrundenspiele hat die Reisegruppe besucht. Ein halbes Jahr lang hatte die Truppe alles minutiös geplant – mit Erfolg. „Wir waren megazufrieden. Alle Buchungen haben geklappt, wir konnten problemlos ein und ausreisen. Und wir haben so viele nette Leute getroffen. Es sind die Menschen, die aus dieser WM ein so positives Event machen“, sagt Kainer. „Jeder sagt dir, dass er irgendwie eine Verbindung zu Deutschland hat.“
Franken treffen Franken
Natürlich war das vor allem im „German House of Soccer“ in New York so, wo sich die vier Burker DFB-Fans am Vorabend des Ecuador-Spiels zusammen mit vielen Anhängern und Fußball-Prominenz einfanden. Mitten darunter: Julia Simic. Die Trainerin und TV-Expertin stammt aus Nürnberg. Sie war eine begehrte Gesprächs- und Fotopartnerin und hatte daher wenig Zeit für einen Plausch.
Anders war das auf den Straßen von New York City. Den plötzlich kam den vier Burkern kein Geringerer als Giovane Elber entgegen. „Ich habe ihn angesprochen und gefragt, ober es denn wirklich ist“, sagt Kainer. Er war es – und Elber hatte keine Eile, nahm sich Zeit für ein Gespräch mit den fränkischen Fans. Einen einzelnen Höhepunkt kann Edi Kainer bei seinem 25. internationalen Turnier mit DFB-Beteiligung nicht ausmachen. Er denkt etwas nach und erzählt dann von drei besonderen Geschichten:
In Toronto beim Spiel gegen die Elfenbeinküste saßen die vier Fans zunächst nicht zusammen. Marion Kilian-Buresch und ihr Mann Harald hatten Plätze direkt hinter einem der beiden Tore. In Halbzeit 2 kamen auch Sterzl und Kainer dorthin. „So haben wir gemeinsame die kleine Burker Fahne hochhalten können.“ Und das Rot-Schwarz mit dem Ortsnamen darauf flimmerte dann nach Abpfiff im ZDF über die Bildschirme. 18 Millionen in Deutschland sahen es.
Zwei weitere Kainer-Highlights ereigneten sich in New York. Und eines davon hat wieder mit einer Fahne zu tun. „Wir sind mit zwei Rikschas durch den Central Park gefahren“, erzählt der Burker. Natürlich nicht, ohne an einem Gefährt die große Burker Deutschland-Fahne anzubringen. „Mit der sind wir dann von einigen Fans erkannt worden“, sagt Kainer. „Der Wiedererkennungswert ist riesig.“ Und das mitten im Central Park. Denn zwischen den regelmäßigen deutschen WM-Fahrern gibt es immer wieder Verbindungen. Man sieht sich überall auf der Welt. Mit der Zeit kennt man sich – oder sieht sich nach Jahrzehnten wieder. Das ist auch Kainer passiert. „An der Bushaltestelle mitten in New York stand plötzlich ein Freund aus Oberfranken“, sagt Kainer. „Wir haben uns vor 32 Jahren bei der WM 1994 bei einer Party im Hard Rock Café in Chicago angefreundet und uns dann irgendwann aus den Augen verloren.“ Beide tragen ein ähnliches Shirt, dass ihre bisherigen WM-Stationen auflistet. Jetzt haben beide wieder Nummern ausgetauscht.
Geburtstag in New York City
Knapp zwei Wochen war die Burker Reisegruppe in den USA und Kanada unterwegs. Schon vor dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft stand fest: Das WM-Abenteuer für die fränkische Gruppe endet vor der K.-o.-Phase.