Der freundliche Herr Frei braucht Biss
Autor: Fränkischer Tag
, Mittwoch, 22. Juli 2026
Für die Nachfolge von Jens Spahn an der Spitze der Unionsfraktion ist Thorsten Frei die natürliche Wahl. Es geisterten andere Namen durch die Berliner Blase aus Politik und Presse, für die gute Argumente sprachen, zum Beispiel Alexander Dobrindt . Mit Frei entscheiden sich die beiden Parteivorsitzenden von CDU und CSU , Friedrich Merz und Markus Söder , für die Variante keine Experimente.
Frei hat einen gewinnenden Charakter, tritt freundlich, höflich und optimistisch auf. Als Fraktionschef wird er aber in manchen Situationen die Folterwerkzeuge auf den Tisch legen müssen, damit die Mehrheit seiner Fraktion steht.
Ist der 52-Jährige die sichere Bank, die in der Politik, wo es keine Garantien gibt, immer auch wackeln kann, muss Merz an anderer Stelle stärker ins Risiko.
Denn als Ersatz für den Chef des Kanzleramts hat er sich Nina Warken auserkoren, wenn die Personalspekulationen richtig sind. Die Gesundheitsministerin hat das Kunststück der Gesundheitsreform zuwege gebracht und sollte mit der Pflege nachlegen. Die Themen sind komplex und der Unbill für Veränderungen sicher.
Warken hat sich tief in die Materie eingearbeitet. Ihr Nachfolger – wahrscheinlich CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann – wird eine steile Lernkurve hinlegen müssen. Schon im Herbst soll die Pflegereform angepackt werden.