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Das Thema Wallfahrt beleuchtet


Autor: Fränkischer Tag

, Mittwoch, 01. Juli 2026

Ingrid Zapf, Edwin Jungkunz und Maria Winkler (von links) brachten Volks- und Wallfahrtslieder zu Gehör.  Bernd Kleinert


„Hab‘ Mut, steh auf“ lautet nicht nur das Motto der vielen Wallfahrten, die in diesem Jahr zur Basilika in Vierzehnheiligen führen. Mit dem Bibelwort aus dem Markus-Evangelium hatte auch die katholische Kirchengemeinde Altenkunstadt ihren sommerlichen, mit schönen Liedern musikalisch bereicherten Seniorennachmittag betitelt. Unter den vielen Besuchern, die den Pfarrsaal füllten, war auch Pfarrer Georg Birkel.

„Mut ist oft der erste Schritt, Neues zu wagen und Herausforderungen anzunehmen“, sagte Seniorenbetreuerin Lucia Krüger, die zusammen mit Maria Winkler, Ingrid Zapf und Pia Welscher eine Meditation zum Wallfahrtsmotto gestaltete. „Wahre Stärke besteht nicht darin, keine Angst zu haben, sondern sich ihr zu stellen und beharrlich seinen Weg fortzusetzen.“ Dies sei mit ein Grund, warum sich jedes Jahr Gläubige gemeinsam singend und betend auf den Weg zu den bekannten Wallfahrtsorten in Franken machen.

Im Erzbistum Bamberg würden neben den drei großen Wallfahrtskirchen in Vierzehnheiligen, Gößweinstein und Marienweiher noch viele kleinere Wallfahrtsorte von Gläubigen aufgesucht. Eine besondere Zeit für Wallfahrten seien die Tage vor Christi Himmelfahrt und um den Dreifaltigkeitssonntag. „Seit Jahrhunderten zieht es Christen aus ganz Franken und dem Eichsfeld zum Gnadenort Vierzehnheiligen. Rund 180 Wallfahrten erreichen jährlich die Basilika“, erklärte die Seniorenbetreuerin. Dazu zählen ihren Worten zufolge Fußwallfahrten aus Burkheim, Weismain und anderen Pfarreien, eine Motorrad-Wallfahrt, eine Traktoren- und Oldtimerwallfahrt, Schäferwallfahrt, Friedens- und Soldatenwallfahrt und die Radwallfahrt des Radfahrvereins Concordia Altenkunstadt.

Nach einem von Pia Welscher gesprochenen Pilgergebet, berichteten Maria Winkler und Ingrid Zapf von der Gnadenkapelle in Altötting, dem berühmtesten Wallfahrtsort in Deutschland.

Der zweite Teil des Seniorennachmittags stand im Zeichen der Musik. Ingrid Zapf, Maria Winkler und Edwin Jungkunz brachten viele Volks- und Wallfahrtslieder zu Gehör. Bei der „Oberhaader Wallfahrt“ des Bamberger Mundartdichters Hans Morper sangen auch die Senioren mit.

Der nächste Seniorennachmittag der katholischen Kirchengemeinde findet am Mittwoch, 8. Juli, um 14 Uhr im Pfarrheim statt.

Bernd Kleinert