Bremsen Vorgaben das Brauchtum?
Autor: Fränkischer Tag
, Montag, 20. Juli 2026
Im Gemeinderat Effeltrich wird diskutiert, ob Veranstalter für Sicherheit aufkommen müssen.
Wie wirken politische Entscheidungen auf die Bürger? Und wann sind höhere Ausgaben gerechtfertigt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Effeltricher Gemeinderat in seiner Sitzung mehrfach. Sie prägten die Diskussionen von der Bürgeranfrage zu den Sitzungsgeldern über den Haushalt bis zu Feuerwehreinsätzen bei Veranstaltungen und dem Neubau des Feuerwehrhauses in Gaiganz.
Den Auftakt machte eine Bürgeranfrage zur kürzlich beschlossenen Erhöhung der Sitzungsgelder für Gemeinderäte . Dabei wurde kritisiert, dass die Entscheidung angesichts der Sparmaßnahmen der Gemeinde eine problematische Signalwirkung entfalte. Bürgermeister Peter Lepper verteidigte die Anpassung. Die Sitzungsgelder seien seit 2020 unverändert bei 35 Euro gelegen. Das Amt eines Gemeinderats sei mit erheblichem Zeitaufwand verbunden. Angesichts der allgemeinen Preissteigerungen halte er eine Anpassung für angemessen. Gemeinderat Jens Herzog ordnete die finanziellen Auswirkungen ein. Die Mehrkosten für die Gemeinde lägen bei rund 1000 Euro pro Jahr.
Die Haushaltszahlen
Anschließend verabschiedete der Gemeinderat den Haushalt für 2026. Das Gesamtvolumen beträgt 10.451.600 Euro , davon 6.647.600 Euro im Verwaltungs- und 3.804.000 Euro im Vermögenshaushalt. Neue Kreditaufnahmen sind 2026 nicht vorgesehen.
Ebenfalls beschlossen wurde der Finanzplan für die Jahre 2025 bis 2029. Er sieht für 2028 Kreditaufnahmen in Höhe von rund 1.938.900 Euro und für 2029 von rund 1.035.000 Euro vor. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer bleiben unverändert.
Ausführlich diskutierte der Gemeinderat , ob Feuerwehrleistungen bei Veranstaltungen wie Georgi-Ritt oder Kerwa künftig den Veranstaltern berechnet werden sollen. Hintergrund sind verschärfte Sicherheitsvorgaben des Landratsamtes Forchheim.