Biomüll Kontrollen verschärft
Autor: Fränkischer Tag
, Freitag, 10. Juli 2026
Die korrekte Trennung von Abfall ist von größter Bedeutung – insbesondere im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz. Nach einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamts Haßberge steht nun der Biomüll im Fokus. Der Inhalt der Biotonnen wird im Landkreis in Kompostieranlagen verarbeitet und findet dann als Kompost Verwendung auf den Feldern. Dessen Qualität leidet jedoch, wenn sich etwa Plastik im Biomüll findet.
Im letzten Jahr wurde die Bioabfallverordnung verschärft. Seit Mai können Bioabfälle, die mehr als drei Prozent Fremdstoffanteil enthalten, abgewiesen werden. Bei Verunreinigungen durch Kunststoff beträgt der Grenzwert sogar nur ein Prozent.
Neues Prüfsystem
Um den Verschärfungen der Verordnung gerecht zu werden, werden Müllfahrzeuge nun mit einem neuen Prüfsystem zur Fremdstofferfassung im Biomüll ausgestattet. Einige Fahrzeuge sind bereits umgerüstet, die komplette Flotte wird voraussichtlich bis zum Herbst entsprechend umgerüstet sein, so der Pressetext weiter. Das Prüfsystem wird jedoch erst zu einem späteren, wetterabhängigen Zeitpunkt aktiviert.
Dieses neue System scannt die gesamte Biotonne. Sollte sie Fremdstoffe enthalten, die einen festgelegten Grenzwert überschreiten, wird die Tonne nicht geleert und bleibt stehen. Die betroffenen Haushalte erhalten einen entsprechenden Hinweis und müssen entweder die Biotonne nachsortieren oder den Abfall in einen kostenpflichtigen Restmüllsack umfüllen.
Kostenpflichtige Abholung