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Bamberg erinnert an den Widerstand


Autor: Fränkischer Tag

, Mittwoch, 22. Juli 2026

Dritte Bürgermeisterin Eva Jutzler (vorn) und Mechthildis Boksch von der Willy-Aron-Gesellschaft beim Gedenken vor der mit einem Kranz geschmückten Büste von Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Stadt Bamberg, Gerhard Beck


Unter reger Beteiligung hat am 20. Juli eine Gedenkfeier am Mahnmal für Widerstand und Zivilcourage im Harmoniegarten stattgefunden. Eingeladen hatte die Stadt Bamberg in Kooperation mit der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e.V.

Dritte Bürgermeisterin Eva Jutzler erinnerte am 82. Jahrestag des Hitler-Attentats durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg an den Mut der Frauen und Männer, die mit hoher Risikobereitschaft alles daransetzten, das Unrechtsregime zu beseitigen. Mechthildis Boksch, Vorsitzende der Willy-Aron-Gesellschaft, mahnte, die demokratischen Werte zu bewahren.

Von den Nazis ermordet

Den Hauptteil der Gedenkfeier bestritten Schülerinnen und Schüler – und junge Musizierende. Angehörige der Dr.-Selma-Graf-Pflegeschule zitierten die Grundrechte. Schülerinnen und Schüler des Franz-Ludwig-Gymnasiums erinnerten an Willy Aron, neben Claus Graf Schenk von Stauffenberg eine weitere Persönlichkeit mit Bamberger Geschichte, die mit dem Mahnmal gewürdigt wird. Der Jungsozialist war Mitglied jüdischer Jugendorganisationen und verteidigte als Rechtsreferendar Sozialdemokraten strafrechtlich. Er wurde bereits 1933 im Konzentrationslager Dachau zu Tode geprügelt. Der Dritte im Bunde ist Hans Wölfel. Der Rechtsanwalt warnte als Vorstand der Katholischen Aktion schon früh vor der NS-Ideologie. Als Regimekritiker denunziert, wurde er 1944 enthauptet. An ihn erinnerten Schülerinnen und Schüler des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums.

Das Bläserensemble der Unter- und Mittelstufe des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums untermalten die Gedenkfeier. Es musizierten Paul Eß (Trompete), Simon Kirster (Trompete), Lotte Stark (Horn) und Hannes Holhut (Tuba).  red