Augenmerk liegt auf Schulsanierung
Autor: Fränkischer Tag
, Montag, 06. Juli 2026
Die Gemeinde Walsdorf stellte ihren Haushalt 2026 auf - Dabei ist die Schule ein großer Posten
Der Haushalt der Gemeinde für das Jahr 2026 steigt wegen der Sanierung der Schule um 671.210 Euro und hat ein Volumen von 8.938.210 Euro. Eine Kreditaufnahme ist wegen der Entnahme aus der allgemeinen Rücklage auch in diesem Jahr nicht erforderlich; zusätzlich kann ein Kredit von 601.850 Euro getilgt werden. Durch die geplante Entnahme aus der Rücklage von 1.291.390 Euro wird diese bis Ende des Haushaltsjahres auf ca. 1,05 Millionen Euro sinken.
Der Leiter der Gemeindeverwaltung und Kämmerer, Markus Schramm, konnte auch für das Jahr 2026 einen soliden Haushalt vorstellen.
Pro-Kopf-Verschuldung
Die Einwohnerzahl der Gemeinde Walsdorf liegt seit dem Jahr 2000 konstant bei ca. 2600 Einwohnern. Die Finanzkraft der Gemeinde liegt mit 768 Euro pro Einwohner in etwa in der Höhe von vergleichbaren bayerischen Gemeinden, die im Landesdurchschnitt 771 Euro beträgt. Was man von der Kennziffer Steuerkraft in Höhe von 820 Euro pro Einwohner nicht feststellen kann, hier liegt der Landesdurchschnitt bei 1184 Euro. Im Landkreis Bamberg liegt die Gemeinde mit diesem Wert auf Platz 30 von 36 Landkreisgemeinden in der gleichen Größenordnung.
Pro-Kopf-Verschuldung
Wegen der Kredittilgung wird der Schuldendienst 574.531 Euro betragen und der Schuldenstand zum 31. Dezember 2026 auf 475.000 Euro sinken, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 180,40 Euro/Einwohner entspricht. Der Landesdurchschnitt der Pro-Kopf-Verschuldung in der gleichen Größenklasse der Gemeinde Walsdorf lag im Jahr 2024 bei 835 Euro/Einwohner.
Der Verwaltungshaushalt 2026 mit einem Volumen in Höhe von 6.471.360 Euro ist im Vergleich zum Vorjahr um 307.260 Euro gestiegen, was vor allem an den Mehreinnahmen bei der Einkommenssteuerbeteiligung und Gewerbesteuer liegt. Die vier größten Einnahmeposten sind die Einkommensteuerbeteiligung (1.883.200 Euro), die Schlüsselzuweisung (1.327.300 Euro) und die Gewerbesteuer (650.000 Euro). Der Gewerbesteuerhebesatz in Höhe von 330 v.H. wurde seit dem Jahr 2013 nicht mehr angepasst und liegt unterhalb des durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 360 v.H. im Landkreis Bamberg. Aus Sicht von Kämmerer Markus Schramm sollte man hier für die kommenden Haushaltsjahre eine Anpassung vornehmen.
Einnahmen sanken
Der Hebesatz bei der Grundsteuer A und B wurde wegen der Grundsteuerreform 2025 von 330 v. H. auf 145 v. H. gesenkt. Die Anpassung hat bei der Grundsteuer A (unbebaute Grundstücke) zu Mindereinnahmen von 11.300 Euro und bei der Grundsteuer B (bebaute Grundstücke) zu Mindereinahmen von 22.000 Euro im Haushaltsjahr 2025 geführt. Der Hebesatz für die Grundsteuer B wird daher ab dem 1. Januar 2026 auf 170 v.H. angehoben. Über eine Anhebung der Grundsteuer A wird nachdem Abschluss der Flurneuordnung in der Gemeinde im nächsten Jahr entschieden.