Als der Terror auch Bayern veränderte
Autor: Fränkischer Tag
, Donnerstag, 10. Sept. 2026
Der damalige bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) erinnert sich an den 11. September
„Das war wie in einem schlechten Film“, sagt Günther Beckstein. Als am 11. September vor 25 Jahren Al-Qaida-Terroristen zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers in New York lenkten, war der heute 82-jährige CSU-Politiker aus Nürnberg bayerischer Innenminister.
Er habe gerade in einer Besprechung mit den Führungskräften des Innenministeriums gesessen, als ihn der Anruf erreichte – der Südturm war gerade von der ersten Maschine getroffen worden. „Wir haben einen Fernsehapparat eingeschaltet und dann quasi live miterlebt, wie in den zweiten der Twin Towers das Flugzeug hineingeflogen ist“, erinnert sich Beckstein.
Ab diesem Zeitpunkt sei allen im Raum klar gewesen, dass es sich nicht um einen tragischen Unfall, sondern um einen terroristischen Anschlag handelt.
Es gab Anzeichen
„Man hat sich das ja fast nicht vorstellen können, dass ein Flugzeug als Tatwaffe eingesetzt wird“, sagt der Nürnberger im Rückblick. Der islamistische Terror sei allerdings „nicht völlig aus dem blauen Himmel gekommen.“ Wenige Jahre zuvor, 1998, war in Bayern ein Islamist und mutmaßlich enger Vertrauter Osama bin Ladens festgenommen worden.
Beckstein hatte damals laut Medienberichten von einer „abstrakt erhöhten Gefährdungssituation“ gesprochen. Kurz vor den Anschlägen des 11. Septembers habe er noch bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Sicherheitslage informiert und vor islamistischem Terror, insbesondere Al-Qaida, gewarnt, erinnert sich der frühere Innenminister.