400 Seiten standen zur Abstimmung
Autor: Fränkischer Tag
, Donnerstag, 02. Juli 2026
Die Abwägungen zu den Bauplänen von Lekkerland beschäftigen Mühlhausen weiterhin sehr intensiv
Um im Wesentlichen nur einen Punkt ging es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates: Die Abwägungen zum Flächennutzungs- und Bebauungsplan vom Industriegebiet Lekkerland an der A3.
Nur zehn, statt wie bei früheren Sitzungen zum Thema 100, Zuhörer waren gekommen. Nahezu 400 Seiten Stellungnahmen und Abwägungen galt es vorzulesen und über diese einzeln abzustimmen.
Abstimmungen 9:2
Die Abstimmungen gingen fast immer 9:2 aus, wobei die beiden Gegenstimmen von Wolfgang Michel und Melanie Bayer (beide von der ‚Neue Liste Mühlhausen‘) kamen.
34 Institutionen angefragt
Beim Abarbeiten der Abwägungen half die Planungsgesellschaft PGSJ, die für Rewe die Planung des Industriegebietes übernommen hat. Sie stellte viele der Abwägungen zu den Eingaben als Textvorschlag zur Abstimmung vor. Das zog sich dann hin, denn insgesamt wurden 34 Institutionen angefragt, von denen aber nicht alle antworteten.
Die wesentlichen Anmerkungen oder Einsprüche der Träger öffentlicher Belange, die sich zurückgemeldet haben, galt es nun zu adressieren, aber auch Eingaben von neun Bürgern, die sich ebenfalls schriftlich zu Wort gemeldet haben.
Abwasser im Mittelpunkt
Dabei kristallisierten sich einige nach wie vor besonders umstrittene Themen heraus, etwa das Abwasser. So hatte das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Nürnberg Bedenken wegen der Nähe zum Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlage sowie dem Trinkwasserbrunnen. Die geplante Schmutzwasserleitung könnte in die engere und weitere Schutzzone des Trinkwasser-Schutzgebietes (TWSG) reichen und der höchste zu erwartende Grundwasserstand sei noch nicht bekannt.
In der Abwägung wurde darauf verwiesen, dass eine neue Detailplanung einen neuen, wesentlich günstigeren Leitungsverlauf ergab, womit die sensiblen Bereiche des TWSG umgangen werden können.