Bald kann es losgehen mit dem Bau einer Tagespflege-Einrichtung. Zudem sind dort zehn Wohnungen vorgesehen, die für betreutes Wohnen geeignet sind. Das Gebäude soll auf dem großen freien Platz Schlossgasse 1 entstehen. Bauherr ist die Wolf-Haus GmbH (Burkhardroth-Gefäll), als Betreiber konnte die Diakonie gewonnen werden.

Bereits seit 2019 ist der Bau einer Tagespflege Thema im Marktgemeinderat Maßbach. Am 15. Juni letzten Jahres hatte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen zu dem Projekt erteilt.

Pläne sind genehmigt

Vorgesehen ist ein Gebäude von knapp 60 Metern Länge und zehn Metern Breite mit einem Flachdach. Im Kellergeschoss entstehen Stellplätze. Im Erdgeschoss sollen sich die Tagespflege sowie eine Wohnung befinden. Die restlichen Wohnungen sind im ersten und zweiten Obergeschoss geplant. Das Landratsamt hatte mit Datum vom 9. Dezember letzten Jahres die Pläne baurechtlich genehmigt.

Die Wolf-Haus GmbH hat nun eine Textur (einen neuen Bauantrag mit Änderungen) vorgelegt. Unter anderem entfallen Fenster im Untergeschoss, an der Süd- und Westfassade werden einige Fenster verschoben, zwei zusätzliche Balkone sind vorgesehen, um den Rettungsweg gewährleisten zu können. Die Außentreppe als Zugang von der Schlossgasse wurde umgeplant und die Außenanlage wurde umgestaltet.

In der Beschlussvorlage heißt es ausdrücklich, dass die Planung mit der Sanierungsbeauftragten Christiane Wichmann und mit dem Landratsamt besprochen sei. Der Marktgemeinderat genehmigte einige Befreiungen von der Gestaltungssatzung. Diese seien angesichts der Wichtigkeit des Gebäudes zugunsten des Gemeinwohls notwendig. Entgegen der Beschlussvorlage werden die Unterschriften der Nachbarn erneut eingeholt.

Zunächst kein Angebot für Kinderhort

"Das ist ein erfreuliches Ergebnis, wir hätten mit höheren Angeboten gerechnet", kommentierte Bürgermeister Matthias Klement das Ergebnis der Ausschreibungen für die Metallbauarbeiten am Kinderhort. Diese umfassen vor allem die Fenster und die Eingangstüren. Am ursprünglich vorgesehenen Abgabetermin 15. März lagen keinerlei Angebote vor. Deshalb wurde beschränkt neu ausgeschrieben und dabei der Ausschreibungsradius vergrößert. Damit die Arbeiten schnell vorangehen können, beschloss der Marktgemeinderat damals, dass die Firma mit dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag bekommt, ohne dass der Gemeinderat nochmals tätig wird. Als maximale Auftragssumme wurden 360.000 Euro festgelegt. Sollte das günstigste Angebot allerdings höher liegen, sollte eine Sondersitzung stattfinden, die jedoch nicht nötig wurde.

Zum neuen Abgabetermin lagen fünf Angebote vor. Das preiswerteste gab eine Firma aus Schleusingen mit einer Auftragssumme von 216.000 Euro ab. Sie bekam den Zuschlag. Diese Summe unterschreitet die Kostenberechnung von Mitte Februar 2020 um 40.000 Euro (etwa 18,5 Prozent) auch zwei weitere Firmen gaben Angebote unter dem vom Marktgemeinderat beschlossenen Limit ab.