Bald kein Schulgeld mehr für Gesundheitsberufe
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Bad Kissingen, Donnerstag, 21. März 2019
Das Schulgeld für die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen soll bald nicht mehr erhoben werden, um diese Berufe attraktiver zu machen. Die Schulgeldfreiheit soll mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 i...
Das Schulgeld für die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen soll bald nicht mehr erhoben werden, um diese Berufe attraktiver zu machen. Die Schulgeldfreiheit soll mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 in Bayern kommen, berichtete Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (CSU).
"Die Schulgeldfreiheit für Heilmittelerbringer kommt wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Wir bauen Hemmnisse wie etwa die hohen Ausbildungskosten ab und schaffen damit Anreize, um mehr junge Menschen für die Gesundheitsfachberufe zu begeistern. Die erforderlichen Mittel werden von uns im Doppelhaushalt 2019/2020 bereitgestellt. Das hilft auch der Gesundheitsversorgung im Landkreis Bad Kissingen", berichtete Kirchner in einer Mitteilung.
Die Gesprächsrunden mit den privaten Berufsfachschulen hätten gezeigt, dass bei den zusätzlichen freiwilligen Fördermitteln (Gesundheitsbonus) zur staatlichen Refinanzierung der Schulen nochmals nachgebessert werden muss, um eine Schulgelderhebung obsolet zu machen. "Um eine echte Schulgeldfreiheit zu ermöglichen, stellen wir 2019 zusätzlich 9,4 Millionen Euro und im Folgejahr weitere 9,6 Millionen Euro bereit", rechnet Sandro Kirchner vor. "Für die Zeit bis zum Inkrafttreten entsprechender bundesrechtlicher Regelungen gehen wir in Bayern in Vorleistung, um Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Masseure, medizinische Bademeister, Podologen und andere Heilberufe zu unterstützen. Wir machen damit das Berufsfeld wieder attraktiver." Die neue Förderung kann rückwirkend zum Schulhalbjahr 2018/2019 ausbezahlt werden, sobald der neue Doppelhaushalt im Bayerischen Landtag verabschiedet wurde. Kirchner rechnet damit Mitte Mai. Die Abwicklung findet direkt zwischen Schulen und dem Freistaat statt. red