Zusammen auf dem Pilgerweg nach Vierzehnheiligen
Autor: Saale-Zeitung
Nüdlingen, Dienstag, 21. April 2026
Am Montag vor Christi Himmelfahrt begeben sich wieder zahlreiche Gläubige aus Nüdlingen und dem Umland auf den Weg zur Nothelferbasilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein. Dieser feste Bestandteil des kirchlichen Lebens in der Region ist bereits seit 1915 nachgewiesen und wird seitdem als Tradition gepflegt.
„Hab Mut, steh auf!“
In diesem Jahr steht die Wallfahrt unter dem Leitgedanken „Hab Mut, steh auf!“, dem Motto des Deutschen Katholikentags in Würzburg. Dieses Wort soll die Wallfahrenden ermutigen, sich neu auf den Weg zu machen, Verantwortung für den eigenen Glauben zu übernehmen und gestärkt aus der Gemeinschaft heraus aufzubrechen. Das gemeinsame Pilgern wird dabei als Zeichen von Zusammenhalt, Vertrauen und Zuversicht verstanden, heißt es in der Pressemitteilung.
Beginn der Wallfahrt ist am Montag vor Christi Himmelfahrt um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche Nüdlingen. Bereits ab 8.30 Uhr stehen die Fahrzeuge am Feuerwehrhaus bereit, um das Gepäck aufzunehmen.
Zweifarbige Bänder
In diesem Jahr gibt es dabei eine organisatorische Neuerung: Alle Teilnehmenden erhalten zweifarbige Klettbänder für ihr Gepäck. Die grüne Farbe kennzeichnet das Tagesgepäck beziehungsweise den Rucksack, der eventuell in den Pausen tagsüber benötigt wird.
Rot steht für den Koffer, der erst am Abend wieder ausgeladen wird. So soll sichergestellt werden, dass beim Verladen kein Gepäckstück vergessen wird oder dieses mit anderen Wallfahrten vertauscht wird.
So verläuft der Weg
Die erste Etappe führt die Wallfahrtsgruppe bis nach Kerbfeld, wo die Teilnehmenden am Abend ihre Quartiere beziehen. Am zweiten Tag beginnt bereits in den frühen Morgenstunden die anspruchsvollste Etappe der Wallfahrt nach Vierzehnheiligen. Dort werden die Pilgerinnen und Pilger gegen Abend von den Franziskanerbrüdern empfangen, um danach feierlich in die Basilika einzuziehen.
Der Aufenthalt in Vierzehnheiligen bietet Gelegenheit zu Gottesdiensten, persönlicher Besinnung und Erholung nach den anstrengenden Wegstrecken. Auch die Gemeinschaft untereinander, Gespräche und Geselligkeit prägen diesen Teil der Wallfahrt.