Zeit zum Beten
Autor: Heiko Schmitt
, Sonntag, 20. Sept. 2026
Passt das in der heutigen Zeit noch zusammen? Einerseits tägliches Leben mit Verpflichtungen und Bindungen und andererseits sich einmal bewusst Zeit nehmen und die Messfeier – oder eine andere Art Gottesdienst – ergänzen durch gemeinsames Beten und Singen, Lesen, Reden und Schweigen: Sich der Existenz Gottes in Form der geweihten Hostie bewusst werden, sichtbar feierlich dargestellt in der Monstranz.
Diese Art der „Ewigen Anbetung“ wurde in Pfaffenhausen in einer gemeinsamen Stunde durchgeführt. Bewusst gewählt wurde ein „Dreiklang“ aus Messfeier, gemeinsamer Stunde mit Gebeten und Liedern und anschließendem Beisammensein an der Linde.
In einer Erzählung von einer Eucharistiefeier im „Slum-Wohngebiet“ erfahren Menschen, wie Gott in Gestalt eines Stücks geweihten Brotes gegenwärtig und in einem „Fetzen Kruste“ erfüllend bei den Menschen sein kann – auch wenn dieses Stück Brot vielleicht sogar die einzige Mahlzeit des Tages ist. Ja – Gottes Gegenwart und Liebe lässt sich teilen.
Mit dem Lied „Jesus berühre mich“ versuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich dem Brot der Eucharistie anzunähern.
Dann war Jede(r) eingeladen, ein Weihrauchkörnchen auf die Glut im Rauchfass zu legen: Mit dem Lied „Ich trau auf dich“ wurde das Gebetsanliegen sichtbar. Auch dieses Lied haben Pfarrer Eschenbacher mit Gitarre und Channy Genzler mit Querflöte begleitet – eine wohltuende Melodieführung.
In den Fürbitt-Gebeten drückten die Gläubigen aus, dass sie aktive Christen sein wollen, die sich von Gott berühren lassen und dies im täglichen Leben durch Miteinander praktizieren. Schließlich wurde gemeinsam das „Vater unser“ gebetet. Der eucharistische Segen und das kraftvolle Lied „Großer Gott, wir loben dich“ haben die „Betstunde“ beendet.
An der Linde gab es dann zur Stärkung Brot und Brezen mit verschiedenen Aufstrichen, dazu ein erfrischendes „Pilgerstoff-Bier“ und für die Kinder natürlich ein Eis. Bis in die Dunkelheit hinein hielt sich eine schöne Runde.