Weinbaupräsidentin zu Gast: Lösungen für sinkenden Weinkonsum und dessen Folgen gesucht
Wie kann fränkischer Wein künftig erfolgreicher vermarktet werden? Was geschieht mit brachliegenden Rebflächen? Und welche Chancen bietet der Export? Beim Regionaltreffen im Weingut Ruppert stellte sich die neue Fränkische Weinbaupräsidentin Barbara Becker den Winzerinnen und Winzern aus Hammelburg und dem Saaletal vor, heißt es in einer Pressemeldung.
Rund 25 Gäste aus der lokalen Weinwirtschaft nutzten die Gelegenheit zum offenen Austausch. Mit dabei waren unter anderem die Hammelburger Weingüter, weitere Weingüter aus dem Saaletal, Nebenerwerbswinzer, Weingästeführer und interessierte Weinfreunde. Besonders bemerkenswert war die rege Winzerbeteiligung trotz der bereits begonnenen Weinlese.
Becker berichtete zunächst über ihre ersten 80 Tage im Amt und suchte vor allem den direkten Austausch: Welche Erwartungen haben die Winzer an die neue Präsidentin? Wo besteht Handlungsbedarf und wie kann der Weinbauverband unterstützen? „Gemeinsam zu handeln“ wird ein zentraler Gedanke für ihre Amtszeit.
Als wichtige Aufgaben nannte Becker die Verbesserung des Weinabsatzes, die Gestaltung aufgegebener Rebflächen, den Ausbau des Exports und die Weiterentwicklung der Marke Frankenwein. Becker betonte, dass derzeit im Schnitt nur vier von zehn Flaschen Wein, die deutsche Verbraucher trinken, aus heimischer Produktion stammen. Angesichts sinkenden Weinkonsums müsse der Weinbau neue Absatzwege erschließen. Frankenwein solle auch innerhalb Bayerns bekannter und beliebter werden. Zugleich müssten Winzer offener für unterschiedliche Vermarktungsstrategien sein.
Rebflächen stillgelegt
Breiten Raum nahm die Diskussion über die Entwicklung der Rebflächen ein. Bedingt durch den sinkenden Weinkonsum werden weniger Weine verkauft, was dazu führt, dass immer mehr Rebflächen stillgelegt werden.