Tröstendes Bilderbuch für Erwachsene über das Sterben
Autor:
Maßbach, Montag, 05. Juni 2023
Sigismund von Dobschütz Schon 2016 veröffentlichte die gebürtige Maßbacherin Evelyn Back (47) mit „Ticke, Tacke, Törchen, das Häschen isst gern...
Sigismund von Dobschütz
Schon 2016 veröffentlichte die gebürtige Maßbacherin Evelyn Back (47) mit „Ticke, Tacke, Törchen, das Häschen isst gern Möhrchen“ ihr erstes Buch, das vorrangig für Vorschulkinder gedacht war.
Darin wie auch in ihren folgenden Werken für Kinder und Erwachsene ging es der promovierten Ernährungswissenschaftlerin fachbezogen um ausgewogene Ernährung in Kindergarten, Schule und Beruf. Doch ihr neuestes, von ihr selbst illustriertes Werk „Weißt du, wohin die Liebe geht?“ behandelt ein ganz anderes Thema: Die Autorin erzählt darin von einem alten Mann, der noch nicht zum Sterben bereit ist. Anlass für diesen Themenwechsel war der Tod ihres Vaters im Jahr 2019.
In Maßbach geboren und aufgewachsen, zog die damals 20-Jährige nach dem Abitur am Münnerstädter Schönborn-Gymnasium (1995) nach Stuttgart zum Studium der Ernährungswissenschaften an der Universität Hohenheim . Ende 2005 fand sie bei einem bekannten Pharma-Unternehmen in Nürnberg eine Anstellung.
In Nürnberg war die inzwischen zweifache Mutter viele Jahre lang nebenberuflich als Referentin im Netzwerk Junge Eltern und Familien des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth engagiert, ebenso bei der Koordinationsstelle der familienfreundlichen Schule in Nürnberg und als Gesundheitsförderin für das Programm Klasse2000.
Ihr neues Buch „Weißt du, wohin die Liebe geht?“ basiert allerdings nicht auf beruflicher, sondern auf privater und familiärer Erfahrung: „Ich habe in meinem Umfeld beobachtet, dass unbewältigte Konflikte gegen Ende des Lebens nicht nur die Sterbenden, sondern auch die ihnen nahestehenden Personen emotional stark beschäftigten und nicht zur Ruhe kommen ließen. Längst vergessen geglaubte Situationen werden plötzlich wieder präsent, in denen den Sterbenden selbst Unrecht widerfahren ist oder in denen sie anderen Leid zugefügt haben. Mein Eindruck ist, dass bei vielen Menschen am Ende ihres Lebens eine große Sehnsucht besteht, Frieden mit sich selbst und der Welt zu schließen, ehe man Abschied nehmen muss. Mit meinem Buch möchte ich Hoffnung vermitteln und hilfreiche Impulse für Gespräche mit Sterbenden geben, um gemeinsam zu einem versöhnlichen Abschied zu kommen.“ In ihrer Geschichte ringt ein alter, seit Jahren verwitweter Mann dem Todesengel noch eine letzte Nacht ab. Erst nachdem er sich mit Hilfe des Engels von seiner Tochter , mit der er sich vor Jahren zerstritten hatte, seinem einstigen Freund aus Kindertagen, den er längst vergessen hatte, und seiner vor Jahren schon verstorbenen Frau, der er immer seltener seine Liebe gezeigt hatte, aussöhnen und verabschieden durfte, war er bereit, leichten Herzens dem Engel in die Ewigkeit zu folgen.