Am 15. September startet für die bayerischen Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr. Viele ABC-Schützen machen sich jeden Morgen allein auf den Weg in die Schule, andere werden dorthin gebracht.
Die Folge des gut gemeinten Bringservice können gefährliche Situationen und Verkehrsbehinderungen vor Schulen und Schulbushaltestellen sein, schreibt der ADAC Nordbayern in einer Pressemitteilung. Ein weiterer negativer Effekt: Die Entwicklung der Kinder zu selbstständigen Verkehrsteilnehmenden kann dadurch verzögert oder verhindert werden.
Schulweg einüben
„Wir empfehlen, dass die Kinder bereits in der ersten Klasse möglichst selbständig beziehungsweise in einer Gruppe zur Schule gehen, sofern der Schulweg sicher ist. Außerdem ist es aus unserer Sicht wichtig, dass der Schulweg am besten vor dem ersten Schultag oder alternativ in den ersten Schulwochen mit den Eltern eingeübt wurde,“ sagt Jürgen Hildebrandt, Leiter Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Nordbayern.
„Generell ist nicht der kürzeste, sondern der sicherste Schulweg der beste. Da Erstklässler anfangs noch wenig Erfahrungen im Straßenverkehr haben und schnell abgelenkt sind, sollten sie sich möglichst auf Straßen mit wenig Verkehr, breiten Gehwegen und sicheren Querungsanlagen bewegen“, ergänzt er.
Als Hilfestellung für alle Eltern gibt es oftmals Schulwegpläne mit empfohlenen Wegen und Verhaltenstipps. Ein selbstständiger Weg in die Schule habe auch positive Folgen für den Nachwuchs, heißt es in der Mitteilung weiter: Gesundheit, Koordination und Aufmerksamkeit im Unterricht werden dadurch gesteigert.