Strapazen und ein Rendezvous im Sandsturm
Autor: Saale-Zeitung
, Dienstag, 21. Juli 2026
Wie Silke Leikheim aus Bamberg in der Mongolei einen Ultralauf über 520 Kilometer durch die Wüste Gobi meisterte
Und dann war da dieser Belgier, mitten im mongolischen Niemandsland. Eine Zufalls-Bekanntschaft der etwas anderen Art für Silke Leikheim, die sich mit dem „Track Mongolia“ mal wieder auf ein exquisites Abenteuer eingelassen hatte. Das alles über stolze 520 Kilometer in neun Etappen durch die faszinierende Gobi. Mit dem Genießen hatte die Bambergerin freilich so ihre Schwierigkeiten – was in der Natur der Sache liegt bei einem der längsten Etappenläufe durch die Wüste mit insgesamt 4800 Höhenmetern. „Die Gobi ist extrem. Das war unendliche Weite mit ganz viel Wind“, erinnert sich die 44-Jährige.
„Täglich haben wir etwa 50 Kilometer ins jeweils nächste Camp zurückgelegt, die letzte Etappe ging sogar über 120 Kilometer.“
Silke Leikheim
Ultraläuferin
Zum Bilderbuch-Ambiente gehörten die Begegnungen mit Nomaden samt deren Pferden, Yaks und Kamelen. „Vor allem die Kinder haben uns mit großen Augen angeschaut, als wir gewunken haben“, sagt Silke Leikheim. Die Kehrseite der Medaille waren Temperaturen, die tagsüber auf bis zu 40 Grad kletterten und in der Nacht in Richtung Gefrierpunkt sanken. Dazu Sandstürme und Unwetter mit Monsunregen.
Nach einem achtstündigen Direktflug von Frankfurt nach Ulan Bator blieben in der Hauptstadt zwei Tage zum Sightseeing, ehe die 37 Teilnehmer, darunter zehn Frauen, mit Bussen zum Startpunkt im Süden der Mongolei gebracht wurden. „Zwölf Stunden hat die Fahrt gedauert zu einer Lodge mit Jurten, in denen man auch Urlaub machen kann“, berichtet die Marktzeulnerin.
Laufen für die gute Sache