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Spitzenplatz für Unterfranken in der Milchleistung


Autor: Saale-Zeitung

Obererthal, Donnerstag, 26. Februar 2026

Ehrungen für die höchste Lebenstagsleistung je Betriebsrasse im Landkreis sowie für 100.000 kg Milch Lebensleistungskühe: von links Klaus Förster (AELF Kitzingen-Würzburg), Elmar Best (Motten), Alexander Müller (Modlos), Martin Hahn (Modlos), Jakob Müller (Modlos), Daniel Kiesel (Reiterswiesen), Holger Knauer (Platz), Florian Adrio (Dittlofsroda), Till Knauer (Platz), Kevin Klüber (Breitenbach), Norbert Götz (Aschach), Lothar Ehehalt (Vorsitzender RZV Franken und MER Unterfranken).


„Rund um die Kuh“ lautete der Titel der Informationsveranstaltung, die für die Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld am 29. Januar im Landgasthof Zum Stern in Obererthal stattfand. Veranstalter war das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kitzingen-Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Rinderzuchtverband (RZV) Franken und dem Milcherzeugerring (MER) Unterfranken, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Zunächst informierte Dr. Thomas Koy vom Veterinäramt Bad Kissingen in dem gut besetzen Veranstaltungssaal über aktuelle Fragen zur Blauzungenkrankheit, dem Tierschutz sowie gesetzlichen Vorgaben des Tierarzneimittelgesetzes im Rahmen des Antibiotika-Minimierungskonzeptes.

Klaus Förster vom AELF KT-WÜ sensibilisierte die Zuhörer mit seinen Ausführungen zur Ernährungsnotfallvorsorge. Jeder sollte gewisse Vorkehrungen für einen nicht auszuschließenden Ernstfall treffen.

Danach berichtete er über die Zuchterfolge des abgelaufenen Jahres. Insbesondere stellte er das Gesundheitszuchtprogramm „Gesund und Robust“, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, heraus. Anschließend gab Alexander Kleinhans, Geschäftsführer des RZV Franken, Einblicke über die Vermarktung im letzten Jahr. So konnte der Umsatz aufgrund der guten Preise bei Zucht- und Nutztieren deutlich gesteigert werden.

Klaus Förster zeigte Entwicklungen in der Milchleistungsprüfung und in den Betriebsstrukturen auf. Die Betriebs- und Kuhzahlen sind weiter rückläufig. In der Milchleistung nimmt der Regierungsbezirk Unterfranken weiterhin den Spitzenplatz in ganz Bayern ein.

Danach wurden noch Betriebe mit herausragenden Leistungen im Bereich der Milchviehhaltung (heuer: höchste Lebenstagsleistung) sowie der nachhaltigen und langlebigen Milchviehhaltung (100.000 kg Lebensleistungskühe) geehrt.

Über die „Ad libitum Sauertränke“ im Kälberstall berichteten Nadine Korb, AELF KT-WÜ und der Praktiker Samuel Kohl, Sondheim. Sie betonten die Wichtigkeit einer ausreichenden Milchaufnahme der Kälber für die Entwicklung der Tiere hin zu einer leistungsstarken und langlebigen Milchkuh.

Abschließend gab Kevin Klüber einen Überblick über die Apps des LKV Bayern zu Management und Betreuung der Milchviehherden. red