Schülerideen auf großer Bühne
Autor: Saale-Zeitung
, Montag, 02. November 2026
In Hammelburg wurden die drei besten P-Seminare Unterfrankens geehrt
Am Frobenius-Gymnasium Hammelburg (FGH) fand kürzlich die Preisverleihung für die drei besten Praxis-Seminare Unterfrankens statt. Die Gewinnerinnen und Gewinner mit ihren Lehrkräften, Schulleitern, dem Ministerialbeauftragten und zahlreichen Ehrengästen kamen dabei in der Aula des FGH zusammen, um ihre herausragenden Projekte vorzustellen und zu feiern, so eine Pressemitteilung aus dem FGH. Die Veranstaltung wurde durch die Big Band des FGH mit einem schwungvollen Stück eröffnet. Anschließend begrüßte der gastgebende Schulleiter Martin Steinel die Gäste. Mit einem Augenzwinkern verwies er darauf, dass P-Seminare die Chance böten, sich mit den Gegebenheiten vor Ort auseinanderzusetzen und das eigene Umfeld auf neue Weise zu entdecken.
Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken, Dr. Robert Christoph, hob hervor, dass die Seminare individuelle Talente sichtbar machten und wichtige Erfahrungen für die Zukunft ermöglichten. Sie böten den Jugendlichen eine gute Möglichkeit, sich auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln, die für die Berufswahl relevant sein könnten.
Silke Dittert von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bezirksgruppe Unterfranken, betonte die Bedeutung engagierter junger Menschen angesichts der Herausforderungen für den Arbeitsmarkt. Die Preisgelder seien hoffentlich gut angelegtes Geld in junge Menschen, meinte sie. Auch Mathias Klement als Vertreter des Landkreises Bad Kissingen gratulierte herzlich und lobte den Einsatz von Lernenden und Lehrenden. Nach einem weiteren musikalischen Beitrag kamen die Preisträgerinnen und Preisträger selbst zu Wort.
Herzen berührt
Das P-Seminar des FGH widmete sich mit seinem Projekt „Herzverse“ der Frage, wie man den Alltag älterer Menschen durch Poesie bereichern kann. Die Schülerinnen und Schüler kooperierten dabei mit Einrichtungen in Bad Kissingen und Hammelburg. Ihr Ziel war es, mit Seniorinnen und Senioren in die Welt der Gedichte einzutauchen, die Sinne anzusprechen, Erinnerungen zu wecken und Freude an der Lyrik zu vermitteln.
Inspiration fanden sie im „Weckworte“-Projekt des Berliner Poetry-Slammers Lars Ruppel, der in einem gemeinsamen Workshop die Hingabe zur Lyrik entfachen konnte. Die Gruppe entwickelte die Idee, Gedichte nicht einfach vorzulesen, sondern sie lebendig und ausdrucksstark wie kleine Geschichten zu präsentieren. Sie wählten Gedichte aus und bereiteten sie so auf, dass sie durch die Jahreszeiten ebenso wie durch die Lebenszeiten führten. Passende Bewegungen, wörtlich genommene Metaphern und bildliche Sprache zauberten den Zuhörenden ein Lächeln auf die Gesichter.