Rasend schnell im Internet unterwegs
Autor: Saale-Zeitung
, Montag, 27. Juli 2026
Mit Investitionen von über 2,7 Milliarden Euro und dem Verlegen von mehr als 107.000 Kilometern Glasfaserkabeln treibt der Freistaat den flächendeckenden Gigabit-Ausbau voran, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt.
Ein Zeichen dieses Fortschritts sei die Verleihung des Gigabit-Region Siegels an 103 weitere Kommunen, darunter auch an sechs aus dem Landkreis, und zwar Aura, Elfershausen, Fuchsstadt, Nüdlingen, Oerlenbach und Rannungen.
Diese Auszeichnung erhalten Kommunen, in denen bereits mindestens 90 Prozent aller Adressen mit einer Bandbreite von mindestens einem Gigabit pro Sekunde versorgt sind. Dazu gehören inzwischen mehr als 300 Gemeinden in Bayern.
Der Fortschritt gelinge durch ein starkes Zusammenspiel aus eigenwirtschaftlichen Investitionen der Telekommunikationsunternehmen und gezielter staatlicher Förderung, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Wo der Markt allein nicht ausreicht, schließe der Freistaat die Lücken.
Parallel dazu startet Bayern die inhaltliche Vorbereitung für die nächste Förderperiode des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) von 2028 bis 2034. Eine breit angelegte Online-Umfrage lädt Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Kommunen, Verbände und Forschungseinrichtungen ein, ihre Ideen und Erwartungen einzubringen. Die Ergebnisse sollen helfen, die künftigen Förderinhalte auf die regionalen Bedürfnisse auszurichten. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betont dabei die Bedeutung von Eigenverantwortung, Bürokratieabbau und einer bedarfsgerechten Mittelausstattung für die Zukunft der EU-Regionalförderung.
Wie diese Mittel eingesetzt werden, zeigt die Dekarbonisierung der Kläranlage Bad Kissingen. Das Projekt modernisiert die kommunale Abwasserbehandlung grundlegend und verfolgt das Ziel, vollständig aus fossilen Energieträgern auszusteigen, so die Pressemitteilung. red