Neue Energiezentrale für KissSalis
Autor: Saale-Zeitung
, Freitag, 31. Juli 2026
Die Stadtwerke Bad Kissingen GmbH hat die Modernisierung der Heizzentrale der KissSalis Therme abgeschlossen. Nach rund 20 Jahren Betriebszeit wurde das bisherige Blockheizkraftwerk ersetzt und die Heizzentrale um ein System auf Basis der innovativen Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK) erweitert. Mit der neuen Anlage wird die Energieversorgung der Therme effizienter und klimaschonender gestaltet, heißt es in einer Pressemitteilung.
Bei der Inbetriebnahme betonte der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke, Oberbürgermeister Dirk Vogel, angesichts der anspruchsvollen Modernisierung bei laufendem Thermenbetrieb die Bedeutung dieses Projekts: „Gratulation an das Team der Stadtwerke. Sie haben an einem komplexen Objekt bewiesen, dass sie Energiewende können.“ „Mit der neuen iKWK-Anlage gehen wir den nächsten Schritt hin zu einer klimaschonenderen Energieversorgung für die KissSalis Therme“, sagt Ralf Merkl, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Kissingen GmbH. Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts unterstreiche zugleich die Kompetenz der Stadtwerke bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb moderner Energieanlagen. Die bisherige Wärmeversorgung für die Beheizung der Becken, die Lüftungsanlage und die Warmwasserbereitung erfolgte über eine Kombination aus Blockheizkraftwerk und Erdgasspitzenkessel. Diese wurde durch ein System ergänzt, das zusätzlich Wärmepumpen und einen Elektrokessel umfasst. Künftig sollen rund 40 Prozent der benötigten Wärme mithilfe von Wärmepumpen aus der Umgebungswärme bereitgestellt werden. Mit dem Projekt modernisierten die Stadtwerke eine zentrale Energieinfrastruktur der Therme und kombinieren verschiedene Wärmeerzeugungstechnologien zu einem gemeinsamen Versorgungssystem. Neben der eigentlichen Anlagentechnik wurden auch die hydraulischen, elektrischen und steuerungstechnischen Systeme der Heizzentrale überarbeitet. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Umweltverträglichkeit der eingesetzten Technik. Statt synthetischer Kältemittel kommt das natürliche Kältemittel R290 (Propan) zum Einsatz. Eine besondere Relevanz kommt der Steuerung der unterschiedlichen Wärmeerzeuger zu. Die wärmegeführte Betriebsweise der Anlage wird um eine kostenoptimierte Einsatzplanung ergänzt. Im laufenden Betrieb erfolgt eine fortlaufende Optimierung.
Die Modernisierung der Heizzentrale begann im Oktober 2025 und wurde im Juli 2026 abgeschlossen. Während der gesamten Bauphase blieb die Wärmeversorgung der KissSalis Therme sichergestellt. Der Thermenbetrieb konnte ohne Einschränkungen fortgeführt werden. „Die neue Heizzentrale arbeitet zuverlässig im Hintergrund“, sagt Richard Pucher, Geschäftsführer der Therme. „Mit der Kombination aus Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmepumpen und Power-to-Heat schaffen wir ein flexibles Energiesystem, das Effizienz, Versorgungssicherheit und Klimaschutz miteinander verbindet“, sagt Anja Binder, Geschäftsführerin der Stadtwerke. red