Am 11. Juni beginnt der Kissinger Sommer, das internationale Musikfestival in der unterfränkischen Weltkulturerbestadt. Eine Sonderausstellung zeichnet zum 40. Bestehen die Festivalgeschichte nach; sie findet vom 11. Juni bis 18. Juli im Museum Obere Saline statt.
Das Musikfestival widmet sich 2026 unter dem Motto „Mazel Tov“ nicht nur der jüdischen Lokal- und Kulturgeschichte, es blickt zum 40. Bestehen auch auf die eigene Festivalgeschichte zurück, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Sie begann 1986 eher zufällig, mit Unterstützung der „Zonenrandförderung“ für benachteiligte Regionen entlang der deutsch-deutschen Grenze, entwickelte sich aber rasch zu einem veritablen Erfolgsmodell.
Die Ausstellung „40 Jahre Kissinger Sommer“ widmet sich dem Festival, der Musik und den Menschen, die es prägten, von einer ganz eigenen Seite: Sie zeigt es im Spiegel seiner grafischen Gestaltung, mit Originalplakaten, Fotografien und verschiedenen historischen Schätzen aus vier Jahrzehnten Festivalgeschichte.
Die Obere Saline ist ein Bau, der im 18. Jahrhundert zunächst der Salzgewinnung diente, dann von den Würzburger Fürstbischöfen zur repräsentativen Residenz ausgebaut wurde. Zwischen 1876 und 1893 residierte hier Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck während seiner Kuraufenthalte. Das Museum mit der original erhaltenen Bismarck-Wohnung ist einzigartig und gehört zur Unesco-Welterbestätte der Great Spas Towns of Europe. Heute beherbergt die Obere Saline neben dem Bismarckmuseum (samt historischer Sitzwaage) Ausstellungen zur Geschichte der Heilquellen, der Kurmedizin und des Weltbades Kissingen. Geöffnet ist die Ausstellung von Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. red