Musik und Menschlichkeit vereint
Autor: Saale-Zeitung
Nüdlingen, Donnerstag, 16. April 2026
Event Bei einem Benefizkonzert im Kerzenschein kamen mehr als 2000 Euro für einen barrierefreien Zugang zum Nüdlinger Pfarrsaal zusammen. Ein roter Teppich spielte dabei eine besondere Rolle.
Ein solches Konzert hat Nüdlingen bisher noch nicht erlebt: Am Samstagabend fand im Pfarrsaal das erste Benefiz-Candlelight-Konzert statt. Was eine spontane Idee von Klaus Beck und Pfarrvikar Karl Feser war, wurde nun in die Tat umgesetzt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Der Erlös des Abends kommt einem guten Zweck zugute: Mit den Spenden soll ein barrierefreier Zugang zum Pfarrsaal in Form eines Aufzugs finanziert werden.
Den Auftakt des Abends machte die Veeh-Harfen-Gruppe unter der Leitung von Sonja Eußner. Mit unterhaltsamen Liedern, vorgetragen von Menschen mit Beeinträchtigung, sowie humorvollen Erzählungen zwischen den Musikstücken sorgte die Gruppe schnell für beste Stimmung. Nach rund 30 Minuten verabschiedete das Publikum die Musikerinnen und Musiker mit großem Applaus.
Auftritt von Pfarrvikar Karl Feser
Im Anschluss übernahm Pfarrvikar Karl Feser das Mikrofon. Mit seiner Gitarre präsentierte er zunächst Lieder des 2024 verstorbenen niederbayerischen Musikers Fredl Fesl. Zu hören waren unter anderem das „Fußballlied“, „Das Vogelnest“, „Fenstersock Hiasl“ und natürlich „Der Glockensong“. Zwischen den Liedern erläuterte Feser deren Hintergründe und Inhalte.
Danach widmete er sich Werken des Liedermachers Reinhard Mey. Mit Titeln wie „Wie ein Baum, den man fällt“, „Gute Nacht, Freunde“ und „Ich bin aus jenem Holze“ begeisterte er die Zuhörerinnen und Zuhörer. Zum Abschluss dieses Programmteils stimmte Klaus Beck gemeinsam mit Karl Feser den wohl bekanntesten Mey-Titel „Über den Wolken“ an. Das Publikum sang begeistert mit und spendete lang anhaltenden Beifall.
Nach einer Pause sorgten zahlreiche Kerzen auf dem roten Teppich für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Klaus Beck eröffnete den zweiten Teil des Abends mit dem Lied „An am Abend so wia heit lad’ i mir Freund ein“ von Werner Schmidbauer und bat nach und nach seine musikalischen Gäste auf den Teppich. Gemeinsam mit Pianist Marius Werner präsentierte Beck anschließend „Morning has broken“. Danach wurde es ruhig im Saal: Manuela Groß berührte das Publikum mit ihrer gefühlvollen Stimme und Liedern wie „The Rose“, „Keine Maschine“ und „Wir sind hier“. Die rund 180 Besucherinnen und Besucher lauschten aufmerksam.
Auch Klaus Beck überzeugte als Solist. Mit „Take on me“, „Love of my life“ und „Der Weg“ stellte er seine musikalische Vielseitigkeit unter Beweis. Es folgten mehrere Duette mit Antje Arlt, Keyboarderin und Gründerin der Inklusionsband Mosaik. Sie begeisterte zunächst mit ihrer Interpretation von „Always remember us this way“, begleitet von Marius Werner am Rhythmus.
Nachdenkliche Töne schlug das Duo mit dem von Antje Arlt selbst geschriebenen Lied „Gelegenheit“ an. Auch mit weiteren Titeln wie „Shallow“ und „Love can build a bridge“ überzeugten die beiden das Publikum. Für den passenden Rhythmus sorgte Jürgen Ulsamer an der Cajón.