Druckartikel: Lecker, gesund und wichtig für die Natur

Lecker, gesund und wichtig für die Natur


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LKR Bad Kissingen, Samstag, 14. Sept. 2024

Kissinger Bogen  Das Pilotprojekt „Erlebensraum Streuobstwiese“ geht mit neuen Terminen in die nächste Runde.
Zwetschgen haben gerade Saison – sie gehören auch zum sogenannten Streuobst.


Die Allianz Kissinger Bogen möchte mit ihrem Pilotprojekt „Erlebensraum Streuobstwiese“ ein Zeichen für den Erhalt der biologischen Vielfalt und der nachhaltigen Landschaftsnutzung setzen. Mit Unterstützung des Bundes hat das Projekt seit Jahresbeginn eine Plattform geschaffen, die nicht nur das ökologische Bewusstsein stärkt, sondern auch praktisches Wissen rund um den Schutz und die Pflege von Streuobstwiesen vermittelt, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Der richtige Schnitt

In den ersten fünf Veranstaltungen wurde den Teilnehmern bereits Wissen rund um die Themen Streuobstwiesen und Naturschutz vermittelt. Zu den Höhepunkten gehörte eine praxisnahe Vorführung an einem Apfelbaum an der Hermannsruh in Stralsbach. Hier zeigte ein Experte, wie ein Obstbaum korrekt geschnitten wird, um sowohl das Wachstum als auch die Vitalität zu fördern.

Ein weiterer Workshop fand auf der Pilotwiese in Hetzlos statt, wo eine Hecke gepflanzt und eine Benjeshecke angelegt wurde. Diese ökologische Maßnahme lehrt nicht nur die praktische Umsetzung, sondern zeigt auch die Bedeutung von Hecken als wertvolle Rückzugsorte für zahlreiche Insekten und Tiere.

Ein Hotspot der Artenvielfalt

Besonders faszinierend für die Teilnehmenden war das Kennenlernen der verschiedenen Lebensräume auf der Streuobstwiese, von der Wurzelzone bis zu den Baumkronen, den sogenannten „Stockwerken“, wie es in der Pressemitteilung der Allianz Kissinger Bogen heißt. Auch die Bedeutung von Totholz als Lebensraum für Käfer, Vögel und Kleinsäuger wurde veranschaulicht, denn jede Streuobstwiese ist auch ein Hotspot für biologische Vielfalt.

Die Veranstaltungsreihe wird nun mit neuen Terminen fortgeführt:

„Lecker Streuobst – vor und nach der Ernte“ lautet der Titel eines Vortrags am Mittwoch, 25. September. Er beginnt um 18 Uhr im Feuerwehrhaus in Haard. Es geht um den Reichtum heimischer Obstsorten – von Tafelobst über Mostobst bis hin zu Lagerobst. Die Teilnehmenden erfahren, wie Streuobstwiesen nicht nur zur Erntezeit eine nachhaltige Lebensmittelquelle darstellen, sondern über das gesamte Jahr zur gesunden Ernährung beitragen. Der Workshop: „Baumpflege – Obstbaumschnitt und Mistelsanierung“ findet Samstag, 12. Oktober, in Ebersburg statt. Für die Hinfahrt sollen Fahrgemeinschaften gebildet werden.

Die Verwertung der Früchte

Im November ist außerdem noch eine Informationsveranstaltung zur Verwertung von Obst geplant, Ort und Datum werden noch bekannt gegeben. Denn in diesem Monat dreht sich alles um die Weiterverarbeitung der geernteten Früchte.

„Gestaltung von Lebensräumen – Nisthilfen, Futterplätze und Überwinterung“ lautet die Überschrift eines Vortrags am Mittwoch, 22. Januar, im Feuerwehrhaus in Großenbrach. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie durch die Gestaltung von Nisthilfen, Futterplätzen und Überwinterungsmöglichkeiten Wildtieren wie Säugern, Vögeln und Wirbellosen helfen können, den Lebensraum Streuobstwiese optimal zu nutzen.

Theorie und Praxis

Das Ziel des Projekts ist es, nicht nur über die ökologische Bedeutung von Streuobstwiesen zu informieren, sondern auch konkrete Handlungsansätze zu bieten, um diese wertvollen Lebensräume zu erhalten. Die bisherigen Veranstaltungen haben gezeigt, wie wichtig es ist, theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen zu verbinden.

Die Veranstaltungen sind kostenfrei und sind für Laien und Fachleute gleichermaßen gedacht. Ausführliche Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für Veranstaltungen und den Newsletter gibt es auf der Webseite erlebensraumstreuobstwiese.de. red