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„Holy Shit“: Annette Scheder stellt in Heubach aus


Autor: Saale-Zeitung

, Dienstag, 27. Oktober 2026

In der Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Heubach wird unter anderem diese Skulptur zum Thema „Trägheit" zu sehen sein. Annette Scheder


„Holy Shit – Die sieben Todsünden“ unter diesem Titel stehen die Ausstellung und das Kunstprojekt der Künstlerin Annette Scheder. Sie lädt dazu zwischen Samstag, 31. Oktober, und Sonntag, 8. November, in Heubachs ehemalige Synagoge (Friedensstraße 9, 36148 Kalbach-Heubach) ein, wie es in einer Pressemitteilung des Fördervereins Landessynagoge Heubach.

Dort, wo der Förderverein der Synagoge sonst regelmäßig Konzerte, Lesungen und Vorträge anbietet, werden dann Skulpturen der Bildhauerin aus Bad Brückenau gezeigt. Seit mehr als zwei Jahren beschäftigt sich Annette Scheder intensiv mit der Allgegenwärtigkeit der sieben Todsünden Neid, Habsucht, Völlerei, Wollust, Zorn, Trägheit und Hochmut sowie deren aktueller gesellschaftlicher Neu-Interpretation als zeitgemäße Tugenden.

Die Ausstellung findet außerhalb des Veranstaltungsangebots des Heubacher Vereins statt: Scheder entdeckte den einstigen Synagogenraum für sich und entwickelte die Idee, dort ihre Arbeiten zu präsentieren.

Scheders Skulpturen spiegeln das, was wir begehren, verschweigen und täglich leben: Konsum und Konkurrenz, Körperlichkeit und Macht, Selbstoptimierung, Überforderung und das ständige Streben nach mehr. Die einst klar benannten Laster begegnen uns heute oft in neuer Verpackung – als Lifestyle, gesellschaftliches Ideal oder scheinbar erstrebenswerte Haltung, wie es weiter heißt. Scheders Skulpturen sind keine frommen Mahnmale. „Es geht nicht um Schuld. Es geht um Erkenntnis“, betont die Bildhauerin.

Die Ausstellung wird durch ein Begleitprogramm ergänzt. Die Vernissage mit der Laudatorin Britta Jakobi, ebenfalls Künstlerin, findet am Samstag, 31. Oktober, um 14 Uhr statt. Musikalisch ergänzt Jo Lange den Nachmittag. Am Sonntag, 1. November, gibt es um 15 Uhr den Vortrag des Theologen und Pastoralreferenten Jens Hausdörfer zum Thema „Todsünden – Moralkonzept oder Kompass“. Am Samstag, 7. November, präsentiert die Klangschalenpraktikerin Ulrike Szallay-Grasser ab 15 Uhr „Sündhafte Poesie und Klang-Akzente“. Die Finissage am Sonntag, 8. November, 14 Uhr, wird begleitet von improvisierten Klanglandschaften auf der Gitarre. Außerdem gibt es jeweils samstags und sonntags um 14 Uhr eine Führung mit der Künstlerin.

Annette Scheder ist Bildhauerin, Gesundheitswissenschaftlerin und Nachhaltigkeitsmanagerin. Sie lebt und arbeitet in Bad Brückenau und ist Mitglied im Kunstverein Fulda e. V. und des Kunsthaus Bad Brückenau e. V.  red