Gottesdienst mit grandioser Aussicht
Autor: Markus Waite
Hammelburg, Dienstag, 16. Juni 2026
Die Kirchengemeinden hatten eingeladen, und viele waren zum „terroir f“ gekommen. Bei idealem Wetter ließen sie sich auf Bierbänken und Decken nieder und genossen einen besonderen ökumenischen Gottesdienst an diesem Ort mit grandioser Aussicht auf Hammelburg.
Auf dem Altar stand ein von Friedel Heckmann eigens angefertigtes Kreuz aus alten Rebzweigen. Ihre Nachbarschaft zu den lebendigen Weinstöcken des Ofenthaler Bergs, so Maria Heckmann (katholische Gottesdienstbeauftragte), Martin Steinel (evangelischer Kirchenvorstand) und Pastoralreferent Markus Waite, sei ein Zeichen für das Spannungsfeld zwischen Naturgenuss und Klimawandel. So einen „Klimawandel“ erlebten auch die Kirchen, wo alte Glaubenssätze und Gewohnheiten aktuell „vertrockneten“. Mit dem Evangelium „Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben“ (Johannes 15,1-17) betonten sie die Verbindungen mit der Natur, von Menschen untereinander – auch mit solchen, die weit entfernt scheinen – und mit Gott.
Von dieser Verbundenheit war auch der Gesang der „Weinbergs-Gemeinde“ geprägt, begleitet von Stefan Baron am Keyboard. Das aus Anlass des Jubiläumsjahres 2016 von Maria Heckmann gedichtete und komponierte „JA zu Hammelburg“ hatte sie für diesen Abend durch eine Strophe erweitert im Vorblick auf „zwölfhundert-fünfzig Jahr’, seitdem der Schoppen hier Fuß gefasst, die ersten Reben auf den Bergen wuchsen heran“.
Ein Wettersegen rundete die Feier ab, bevor die Teilnehmenden sie bei Wein, Wasser und Brot sowie Musik von Friedel Heckmann am Saxofon ausklingen ließen. Für die gelungene Organisation hatten die Veranstaltenden die Ehepaare Christel und Gregor Schmid sowie Lore und Gerhard Fella gewonnen.
Markus Waite,
Katholischer Pastoraler Raum Hammelburg