Glaube, Gemeinschaft und glühende Pedale
Autor: Saale-Zeitung
Burkardroth, Montag, 29. Juni 2026
Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad machten sich am vergangenen Wochenende mehr als 70 Radlerinnen und Radler der Pfarreiengemeinschaft „Der gute Hirte“ Burkardroth auf den Weg. Die bereits 22. Fahrradwallfahrt führte die Gruppe in diesem Jahr nach Würzburg und zurück.
Unter dem aktuellen Motto „Versöhnung – Weg des Friedens“ erlebten die Teilnehmer zwei Tage voller Gemeinschaft, sportlicher Leistung und geistlicher Einkehr.
Der Startschuss fiel am Samstagmorgen an der Klosterkirche in Frauenroth. Von dort aus führte die Route die Wallfahrer zunächst zur ersten Station am Terzenbrunn, wo eine besinnliche Andacht die Gruppe auf den gemeinsamen Weg einstimmte. Trotz der drückenden Hitze trat die Gemeinschaft fest in die Pedale, um über Werneck – wo eine wohlverdiente Mittagspause eingelegt wurde – zur zweiten Station, der Wallfahrtskirche Fährbrück, zu gelangen. Am späten Nachmittag erreichten die Radler schließlich ihr Etappenziel Würzburg, wo sie im Kolpinghaus ihr Nachtlager bezogen.
Gottesdienst im Bürgerspital
Der Sonntag begann für die Wallfahrer mit einem musikalischen Einzug zum feierlichen Gottesdienst in der Würzburger Kirche „Heilig Geist“ des Bürgerspitals, bevor die Heimfahrt angetreten wurde. Der Weg zurück in den Landkreis Bad Kissingen verlangte den Teilnehmern bei anhaltend heißen Temperaturen noch einmal alles ab.
Nach einer stärkenden Mittagspause in Arnstein bot die dritte Station an der Kreuzkapelle in Machtilshausen Raum für Gebet und Momente des Nachdenkens, passend zum diesjährigen Friedensthema. Am späten Nachmittag schloss sich der Kreis: Die Gruppe erreichte wieder die Klosterkirche in Frauenroth, wo der feierliche Abschlusssegen gespendet wurde. „Die Hitze war eine echte Herausforderung, aber das Motto „Versöhnung – Weg des Friedens hat uns getragen. In der Gemeinschaft wächst man über sich hinaus“, zog einer der Teilnehmer sichtlich beeindruckt Bilanz.
Ein besonderer Dank der gesamten Gruppe galt dem Hauptorganisator Sigi Eyrich, der die Wallfahrt wieder einmal perfekt vorbereitet hatte. Für die Sicherheit auf den Straßen sorgten die unermüdlichen gelben Engel, die Kreuzungen und Gefahrenstellen absicherten. Ebenso unverzichtbar war das Begleitfahrzeug, das stets für kühle Getränke und den sicheren Gepäcktransport sorgte. Nicht zu vergessen die zusammengewürfelte Fahrradwallfahrtskapelle und der mitfahrende Organist, die für den musikalischen Rahmen sorgten.
Nach den Strapazen der rund zwei Tage durfte natürlich auch der gesellige Teil nicht fehlen: Den traditionellen Abschluss feierten die über 70 Wallfahrer in gemütlicher Runde bei Anette und Elmar, wo das Wochenende gebührend ausklang. red