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Frauen-Power beim VdK Bad Kissingen: Es gilt Lebensqualität für Schwerkranke zu schaffen


Autor: Saale-Zeitung

Bad Kissingen, Sonntag, 17. Mai 2026

Interessierte Frauen setzten sich auf Einladung des VdK intensiv mit den Themen Hospiz und Palliativ auseinander. Im Bild (v.l.): Anna Ordmann, Lorette Weiß, Steve Metz, Maria Bördlein, Therese Englert, Helmut Beck, Carsten Vetter, Alexandra Seufert, Michaela Kaiser und Dr, Gabriele Obitz.


Im Rahmen einer VdK-Veranstaltung haben sich die Vertreterinnen der Ortsverbände aus den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld intensiv mit den Themen Hospiz und Palliativ auseinandergesetzt. Eingeladen hatten die Vertreterinnen der Frauen vom Kreisverband, Lorette Weiß ( Bad Kissingen ) und Therese Englert (Rhön-Grabfeld). Weiß, die durch die Veranstaltung im voll besetzten Saal führte, begrüßte alle Anwesenden, so die Pressemitteilung.

VdK- Bezirksgeschäftsführer Carsten Vetter sprach die Grußworte und berichtete über das Neueste aus dem VdK Bayern.

Erste Referentin der Veranstaltung war Dr. Gabriele Obitz, leitende Oberärztin der neuen Palliativ-Station am Helios St. Elisabeth Krankenhaus Bad Kissingen . Sie erläuterte ausführlich die vorhandenen Versorgungsstrukturen. Mit der neuen stationären Palliativstation reagiert das Unternehmen Helios auf den „verwaisten“ Bedarf in dieser Region. Vorerst verfügt die Station über sechs Betten für Patientinnen und Patienten mit schweren, nicht heilbaren Erkrankungen. Diese Palliativ-Station soll aber langfristig erweitert werden.

Wichtig für die Aufnahme ist jedoch die vorherige Einweisung des Hausarztes in die Palliativ-Station im Helios Krankenhaus. Diese Patientinnen und Patienten werden auf allen Stationen mitbetreut und auf der Palliativ-Station dann von Ärzten und Pflegepersonal mit Zusatzausbildung betreut.

In Zusammenarbeit mit der SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) ist auch eine ambulante Versorgung für schwerstkranke Menschen möglich. Laut Obitz ist es wichtig, Lebensqualität zu erhalten und Schmerzen zu lindern.

Weitere Referentinnen waren die beiden Koordinatorinnen Alexandra Seufert und Michaela Kaiser vom Hospizverein Bad Kissingen . Sie gaben einen umfassenden Überblick über ihre tägliche Arbeit.

Alle Hospizhelferinnen und Hospizhelfer arbeiten ehrenamtlich und sind geschult. Sie werden sorgfältig auf diese Tätigkeit vorbereitet und bilden sich regelmäßig weiter. Sie bieten Unterstützung für Schwerkranke, Sterbende und ihre Angehörigen und wollen sie durch regelmäßige Besuche zu Hause, in Pflegeeinrichtungen und Kliniken begleiten. Die Hospizhelferinnen und Hospizhelfer sind Begleiter – auch für Kinder – beim Abschiednehmen in Geborgenheit und Würde sowie auch Begleiter in der Zeit der Trauer.

Der Hospizverein bietet auch Information und Hilfe bei Fragen zur Patientenverfügung und einen „Letzte Hilfe-Kurs“ an. Des Weiteren stellte Seufert die Hospiz-Wohngruppe „Albert Schweizer“ in Burkardroth vor.

Michaela Kaiser erklärte: „Unsere Angebote sind kostenfrei und stehen allen Menschen offen, deshalb sind wir auch auf Spenden und Mitglieder angewiesen.“ Gleichzeitig warb sie um neue Ehrenamtliche als Hospizhelferinnen und Hospizhelfer. Das Anliegen der Hospizarbeit ist es, ein Leben bis zuletzt lebenswert und ein Sterben in Würde und möglichst in häuslicher Umgebung mitzugestalten.

Die Vertreterin der Frauen im VdK-Bezirk, Maria Bördlein, las zum Schluss der Veranstaltung ein Gedicht vor. red