Druckartikel: Film zeigt einen der prägendsten Naturschützer Deutschlands

Film zeigt einen der prägendsten Naturschützer Deutschlands


Autor: Saale-Zeitung

, Mittwoch, 14. Oktober 2026

Michael Succow hat mit Mitstreitern das größte Naturschutzprogramm, das Deutschland je erlebt hat initiiert. Jason Krüger


Kann ein einzelner Mensch die Natur schützen – und uns ihre Schönheit wieder vor Augen führen? Und kann er die Welt verändern, in der wir leben? Diesen Fragen widmet sich der Dokumentarfilm „Wie geht Natur?!“ Beantwortet werden sie anhand der Lebens- und Schaffensgeschichte des Brandenburger Biologen Prof. Dr. Michael Succow, der am Dienstag, 20. Oktober, im Rhönmuseum in Fladungen gezeigt wird. Beginn ist um 19.15 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr.

Zum 35-jährigen Bestehen der Anerkennung der Rhön als Unesco-Biosphärenreservat hat der Film eine besondere Facette: Durch das Wirken von Succow sind die Rhön und andere Regionen zum Unesco-Biosphärenreservat geworden, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Ein echter Moor-Experte

Der Film porträtiert den Brandenburger Biologen, alternativen Nobelpreisträger und einen der prägendsten Naturschützer Deutschlands. In der Umbruchszeit der politischen Wende wächst er – als unbequemer Naturrechtler und ausgewiesener Moor-Experte – in die Rolle seines Lebens hinein. In einem politischen Kraftakt entwickelte er 1990 mit Mitstreitern das größte Naturschutzprogramm, das Deutschland je erlebt hat. Fünf Nationalparke, sechs Unesco-Biosphärenreservate und drei Naturparks entstehen auf rund 4,5 Prozent der Landesfläche der damaligen DDR. Auf dieser Grundlage kommen in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche weitere Schutzgebiete hinzu.

Der Film „Wie geht Natur?!“ folgt auch einigen Menschen, die Succow inspiriert haben, und stellt Visionärinnen und Visionäre vor, die sich heute für gesunde Böden, neue Urwälder und den Erhalt alter Moore einsetzen.

Nach der 60-minütige Vorführung folgt bis 21.15 Uhr ein Podiumsgespräch mit Gästen aus der Region. Dabei wird an den Film anknüpfend ein Rückblick auf die Anfangsjahre des Biosphärenreservats Rhön geworfen – und ein Ausblick auf die künftige Entwicklung.

Mit dabei sind Dr. Doris Pokorny (Leiterin der Bayerischen Verwaltungsstelle Unesco-Biosphärenreservat Rhön, Ludwig Sothmann, langjähriger Vorsitzender des Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern und Mit-Initiator für die länderübergreifende Ausrichtung des Biosphärenreservats Rhön, Eva Böhm, stellvertretende Landrätin des Landkreises Rhön-Grabfeld und Gert Manning, Bürgermeister von Fladungen.

Die Veranstaltung ist Teil des Stempelheftes #rhöngeführt und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  red