Dorfplatz muss billiger werden
Autor: Sigismund von Dobschütz
, Donnerstag, 23. Juli 2026
Von imposanten Gebäuden zur sogenannten „Foodtruck“-Variante - Was Räte dazu sagen
Nach Zusammenfassung aller Wünsche aus dem Gemeinderat, den Ortsvereinen und einer Bürgerversammlung hatte das von der Verwaltung beauftragte Architekturbüro Kirchner (Bad Brückenau) dem Ratsgremium im Dezember einen entsprechenden Planungsentwurf für den im Staatsbad am Standort des früheren Rathauses gewünschten Dorfplatz vorgestellt. Daraufhin wurde das Architekturbüro vom Gemeinderat mit der Kostenschätzung und weiteren Planung bis zum Genehmigungsverfahren beauftragt.
Doch schon nach Vorlage der Kostenschätzung in Höhe von 1,4 Millionen Euro war klar, dass dieser Betrag für den angedachten Zweck viel zu hoch war. Deshalb wurde das Büro Richter von der Verwaltung am 8. Juli um zwingende Kosteneinsparungen und Vorlage preiswerterer Planungsalternativen gebeten. Diese wurden nun in seiner jüngsten Sitzung zur Beratung vorgestellt.
In einer nur mäßig auf knapp 1,35 Millionen Euro kostenreduzierten Variante bei identischem Raummaß wurde entgegen der ursprünglichen Planung vom Dezember auf die Rundungen der Dachflächen der geplanten Gebäude und deren Begrünung verzichtet. Stattdessen sollte es ein Sandwichpaneldach mit einfacher Blecheinfassung werden. Doch über diese kaum billigere Variante wurde im Gemeinderat nicht weiter diskutiert.
Die absolute Sparvariante
Dagegen entsprach die absolute Sparvariante für knapp 917.000 Euro schon eher den Vorstellungen der Verwaltung, zumal im Finanzplan 2027 ohnehin nur 800.000 Euro für den Bad Bockleter Dorfplatz eingeplant waren. Bei dieser „Foodtruck“-Variante wird durch Verzicht auf den ursprünglich gewünschten Backofen-Bereich, den Gastro-Raum und den Grill-Bereich das einst geplante Raummaß halbiert.
Statt des Küchenbereichs ist an den Kauf eines mobilen Foodtrucks durch die Gemeinde gedacht, dessen Kosten von 50.000 Euro hier noch nicht eingerechnet sind. Dieser könnte dann, so die Vorstellung von Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU), auch für andere Staatsbad-Veranstaltungen außerhalb des Dorfplatzes genutzt und den Vereinen der anderen Ortsteile für deren Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden.