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Die Zahl der ausgezeichneten Naturgärten wächst


Autor: Saale-Zeitung

, Montag, 28. Sept. 2026

Unser Bild entstand bei der Übergabe der Urkunden und Plaketten im Garten von Familie Albert in Wirmsthal. Es zeigt den Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Markus Stockmann (links), die Bewerter und alle ausgezeichneten Naturgartenbesitzer. Es fehlt Familie Rothaug. Dieter Büttner


In diesem Jahr wurden im Landkreis Bad Kissingen acht weitere Gärten mit der Auszeichnung „Naturgarten Bayern blüht“ bedacht. Sinn und Zweck der Aktion ist es, Gärten, beziehungsweise deren Bewirtschafter für ihren Einsatz für die Natur zu belohnen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. In einem zertifizierten Naturgarten finden sich viele verschiedene Lebensräume für Tiere, eine hohe ökologische Vielfalt und insektenfreundliche Pflanzen.

Die Kernkriterien

Es gibt mehrere sogenannte Kernkriterien, die erfüllt sein müssen. Auf chemisch-synthetische Dünger und chemische Pflanzenschutzmittel, sowie Torf als Bodenverbesserer muss verzichtet werden. Rasenflächen sollen nicht mit einem Mähroboter behandelt werden – im Gegenteil, es sollte selten gemäht werden, um Bei- und Wildkräuter zuzulassen und Spontanvegetation zu tolerieren.

Im Garten verteilt sollten sich möglichst viele heimische Sträucher und Bäume finden. Blumenwiesen und Stauden sind wichtig für die Biodiversität, da sie Insekten als Nahrungsquelle dienen und die Tiere auch in abgestorbenen Pflanzenteilen und in den Böden darunter überwintern können. Weitere wichtige Kriterien sind der Einsatz vom eigenen Gartenkompost und eine schonende Regenwassernutzung sowie die naturnahe Bewirtschaftung eines Nutzgartens. Daneben zeichnen sich die prämierten Gärten noch durch individuelle Gestaltungselemente aus.

Die Beurteilung und das Prozedere sind bayernweit einheitlich geregelt. Ruth Geyer, Marion- und Michael Herbert sowie Dieter Büttner, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege sind ausgebildet für die Zertifizierung und übernahmen die Begutachtung der Gärten im Landkreis Bad Kissingen, so die Pressemitteilung.

Die Urkunden und Plaketten wurden nun im Garten von Familie Albert in Wirmsthal durch den Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Bad Kissingen, Markus Stockmann überreicht.

Die Preisträger

Ausgezeichnet wurden Familie Albert in Wirmsthal für die gelungene Weiterentwicklung ihres Gartens, der große vielseitige Garten von Familie Gabriel in Modlos, ein naturnah umgestalteter Steinbruch von Familie Rothaug in Modlos, der naturnahe Garten von Frau Schüssler im Ortskern von Reiterswiesen, die große Vielfalt im Reihenhausgarten von Familie Halbig in Reiterswiesen, der vogelfreundliche Garten von Familie Sicker und Gessner in Burkardroth, der naturnahe Garten mit besonderem Charme von Familie Heinrich in Poppenlauer und der naturnahe Garten direkt an der Lauer von Familie Janik in Poppenlauer.

Alle Gärten haben etwas gemeinsam, wie es in der Pressemitteilung heißt. Durch eine standortgerechte und wassersparende Pflanzenauswahl wird der Wasserbedarf reduziert. Regenwasser wird in Zisternen und Regentonnen gesammelt und für die Gartenbewässerung genutzt. So wird kostbares Trinkwasser geschont und Regenwasser dort eingesetzt, wo es gebraucht wird.

Schild in Rautenform

Alle zertifizierten Gärten tragen als sichtbares Zeichen ein Naturgarten-Schild in Rautenform. Insgesamt wurden in den vergangenen sechs Jahren im Landkreis Bad Kissingen mehr als 30 Gärten als Naturgarten zertifiziert.  red