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Das Repariercafé ist wieder am Start


Autor: Saale-Zeitung

, Montag, 31. August 2026

Nach sechs Wochen Sommerpause ist das ehrenamtliche Team des Repariercafés wieder jeden Freitag von 14 bis 17 Uhr im Einsatz. Barbara Wagner


Nicht jede Reparatur braucht einen Schraubendreher. Manchmal braucht sie nur ein bisschen Geduld und einen Finger auf dem richtigen Knopf. Das weiß das Team des Repariercafés der Lachfalten aus Erfahrung. Eines Tages nämlich schleppte ein Besucher seinen großen Staubsauger ins Büro. Das schwere Gerät hatte offenbar seinen Dienst quittiert und sollte von den ehrenamtlichen Tüftlern unter die Lupe genommen werden. Nach kurzer Prüfung dann die überraschende Diagnose: Der Staubsauger war kerngesund. Sein Einschaltknopf wollte lediglich ein wenig länger gedrückt werden.

In die Trickkiste greifen

Geschichten wie diese gehören im Repariercafé dazu. Meist allerdings müssen die sieben ehrenamtlichen Mitmacher etwas tiefer in die Trickkiste greifen. Nach einer sechswöchigen Sommerpause stehen sie nun wieder jeden Freitag von 14 bis 17 Uhr bereit (Spargasse 17 in 97688 Bad Kissingen, um gemeinsam mit den Besuchern herauszufinden, warum Kaffeemaschine, Lampe, Toaster oder andere Alltagsgegenstände plötzlich nicht mehr das tun, was sie sollen. Dabei gibt es eine wichtige Regel: Das Repariercafé ist keine kostenlose Reparaturwerkstatt.

Das Konzept heißt „Hilfe zur Selbsthilfe“. Defekte Gegenstände werden nicht einfach abgegeben und später wieder abgeholt. Besitzer und ehrenamtliche Helfer machen sich gemeinsam auf Fehlersuche. Es wird geschaut, geprüft, geschraubt und ausprobiert – und wenn es möglich ist, darf natürlich auch selbst Hand angelegt werden. Deshalb sollten Besucher neben ihrem defekten Gegenstand vor allem eines mitbringen: Zeit. Denn ein Fehler verrät selten sofort, wo er sich versteckt. Ein Gerät muss oft erst geöffnet, geprüft und wieder zusammengesetzt werden. Nicht immer gelingt eine Reparatur, und manchmal stellt sich heraus, dass ein Ersatzteil benötigt wird oder sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Auch dann war die gemeinsame Fehlersuche nicht umsonst: Am Ende weiß man zumindest, woran man ist. Weitere Infos unter Telefon 0971/699 460 92.  red