Begeisternde Wallfahrtsmomente
Autor: Saale-Zeitung
, Mittwoch, 09. Sept. 2026
Die Fuchsstädter Retzbachpilger erlebten tiefe Emotionen und eine gestärkte Gemeinschaft
90 Pilgerinnen und Pilger machten sich am vergangenen Wochenende auf den Weg zur traditionellen Retzbachwallfahrt. Zwei Tage voller Gebet, Gesang, besinnlichen Texten, Kurzgeschichten mit Tiefgang, Gemeinschaft sowie vieler schöner Begegnungen prägten die diesjährige Wallfahrt.
Am Samstagmorgen ging es für die rund 90 Fuchsstädter Wallfahrer zeitig los. Um 8 Uhr verabschiedete Gemeindereferentin Monika Hufnagel die Pilger und begleitete die Gruppe ein Stück des Weges. Die Strecke führte zunächst über Gauaschach nach Obersfeld, wo bei einem gemeinsamen Frühstück zunächst neue Kräfte gesammelt wurden. Über Bühler ging es anschließend weiter zur Mittagsrast nach Heßlar, dort wurden die Fuchsstädter vom Gartenbauverein Heßlar versorgt.
Gut gestärkt führte die Pilgerroute weiter über Stetten und durch die Retzbacher Weinberge. Gegen 17 Uhr erreichten die Wallfahrer und die sieben Radwallfahrer schließlich die Wallfahrtskirche Maria im Grünen Tal und wurden herzlich von Pastoralreferentin Barbara Stockmann empfangen.
Sechs neue Wallfahrer
In diesem Jahr konnten sogar sechs neue Wallfahrer in der Gruppe begrüßt werden, was den Wallfahrtsführer Dieter Büttner besonders erfreute. Einer von ihnen war der erst zehnjährige Julius Appel, der sich nicht nur tapfer auf die Strecke machte, sondern sogar schon als Vorbeter Verantwortung übernahm. Ein schönes Zeichen dafür, dass die Tradition der Wallfahrt auch bei der jüngeren Generation lebendig bleibt.
Nach dem Gottesdienst mit Monsignore Clemens Bieber gab es noch einen besonderen Grund zur Freude und zum Dank. Mathias Stöth blickte auf 25 Jahre Teilnahme an der Wallfahrt zurück, Joachim Volpert sogar schon auf 40 Jahre. Solche langjährigen Teilnahmen zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung die Retzbachwallfahrt für viele Fuchsstädter hat. Joachim Volpert ließ es sich nicht nehmen, alle Gottesdienstbesucher mit seinem wunderschönen Mundharmonikaspiel in seinen Bann zu ziehen. Manchmal sind es eben nicht die lauten Töne, sondern die leisen, feinen Momente , die begeistern und die Herzen berühren.