Der Neujahrsempfang in Ramsthal ist inzwischen eine feste Tradition, zu der die Einladung des Bürgermeisters stets gerne angenommen wird. Rund 60 Personen waren ins Haus erLebenskunst gekommen. Neben Neubürgern, Ehrenbürgern, dem Ehrenbürgermeister, der Weinprinzessin, Beschäftigten der Gemeinde, Gemeinderäten und Vertretern der Kirche folgten vor allem zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Einladung, die sich in Ramsthal ehrenamtlich engagieren.
Bürgermeister Rainer Morper gab zunächst einen Überblick über aktuelle weltpolitische Entwicklungen. Die Menschen seien verunsichert und besorgt. Er ging auf die Herausforderungen ein, die auf uns alle zukommen und vor denen auch die Regierenden stehen, die derzeit nach gemeinsamen Lösungen suchen. Dabei gehe es nicht zuletzt um den Erhalt von Wohlstand, Sicherheit und Lebensqualität – insbesondere im ländlichen Raum.
Die überschaubare Größe Ramsthals mit rund 1100 Einwohnern sehe er als besondere Stärke. Man sehe sich, man kenne sich und man helfe sich gegenseitig. „Zusammenhalt ist kein Schlagwort, sondern gelebter Alltag“, betonte der Bürgermeister. Empathie sei eine der wichtigsten Fähigkeiten unserer Zeit. Sie zeige sich dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, und bilde die Grundlage des Zusammenlebens. Sein Dank galt allen, die sich ehrenamtlich engagieren. Das Ehrenamt sei das Rückgrat der Gemeinde, denn die Gemeinschaft lebe davon, dass sich Menschen einbringen.
Morper wünschte sich, dass der gute Zusammenhalt in Ramsthal auch künftig gelebt werde und man weiterhin offen, respektvoll und menschlich miteinander umgehe.
Wie in den vergangenen Jahren nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit, verdiente Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine für ihre Leistungen und ihr Engagement zu ehren. Neben der Ehrenbürgerschaft stellt die Bürgermedaille eine besondere Auszeichnung dar, die die Gemeinde an verdiente Bürgerinnen und Bürger verleihen kann. Bislang wurde diese Ehrung ausschließlich Männern zuteil. Nun beschloss der Gemeinderat, Anni Wilm mit der Bürgermedaille auszuzeichnen.
Ihr Engagement gilt seit 1974 dem Bayerischen Roten Kreuz. Dort war sie zunächst im Sanitätsdienst tätig, gründete 1976 die erste Jugend-Rotkreuz-Gruppe in Ramsthal und engagierte sich bei unzähligen Blutspenden, Behindertentreffen und Haussammlungen. Zahlreiche hohe Ehrungen des BRK dokumentieren ihren herausragenden Einsatz. Bürgermeister Morper überreichte ihr die Bürgermedaille und sprach den Dank der Gemeinde aus.
Auch in diesem Jahr wurde Ewald Brand für seine sportlichen Erfolge bei überregionalen Wettkämpfen ausgezeichnet. Er ist unter anderem Seniorenkreismeister und Kreismeister der Aktiven im Hochsprung und führt in dieser Disziplin die Bestenliste des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes an. Auf der Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes belegt er den dritten Platz. Mit einem Präsent würdigte die Gemeinde diese hervorragenden Leistungen.