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10.231 geleistete Stunden für die Sicherheit und weniger Einsätze


Autor: Saale-Zeitung

Bad Brückenau, Donnerstag, 05. Februar 2026

Eine besondere Herausforderung für die Feuerwehr war der Brand der Kissinger Hütte.


Die Freiwillige Feuerwehr Bad Brückenau blickt auf ein intensives Jahr 2025 zurück. Trotz eines Rückgangs auf 168 Einsätze (Vorjahr 186) wurden beeindruckende 10.231 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr.

Keine großen Unwetter

Doch die Zahl 168 täuscht. Obwohl die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Rekordjahr 2022 (239 Einsätze) gesunken ist, spiegelt dies vor allem das Ausbleiben großer Unwetterlagen wider. Während bei Unwettern oft viele kleine Einsätze unter einer einzigen Alarmierung verbucht werden, blieb das Tagesgeschäft 2025 fordernd.

Insgesamt hatte die Feuerwehr nur zwei Alarmierungen weniger als im Rekordjahr 2022.

Trotz der deutlich geringeren Anzahl an Einsätzen wurden insgesamt 10.231 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet (12.561 Stunden im Jahr 2024). Hiervon gingen 6116 Stunden auf das Ausbildungskonto und immerhin 2685 Stunden in Einsätze. In die Wartung der Gerätschaften wurden 923 Stunden und Öffentlichkeitsarbeit 507 Stunden investiert. Die vielen Vereinsstunden nicht eingerechnet. Zeit, welche die Kameraden und Kameradinnen ohne Rücksicht auf persönliche Wünsche, Freizeit oder die Familie für die Nächsten und damit für die Bürger der Stadt Bad Brückenau geleistet haben.

18 ist die kritische Zahl

Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf der Zahl 18 – der durchschnittlichen Tagesalarmstärke. Aktuell verfügt die Wehr über 126 Aktive (einschließlich 23 Jugendfeuerwehrmitglieder). Besonders wichtig: Unter den Aktiven befinden sich 24 Doppelmitglieder, die eigentlich anderen Wehren angehören, aber während ihrer Arbeitszeit in Bad Brückenau bereitstehen. Da viele Einsatzkräfte auswärts arbeiten, sichern diese Doppelmitglieder die Tagesbereitschaft. Ohne sie wäre das Modell der Freiwilligen Feuerwehr gefährdet und eine Pflichtfeuerwehr unumgänglich.

Zu den prägendsten Ereignissen zählte der Brand auf der Kissinger Hütte am 18. März. Als besonders fordernd erwies sich ein Tag Ende Februar, an dem die Feuerwehr innerhalb kürzester Zeit zu einem Kellerbrand und drei Verkehrsunfällen gerufen wurde. In positiver Erinnerung blieben hierbei vor allem die Ersthelfer vor Ort, welche die Verletzten nach einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge vorbildlich versorgten, bis die Rettungskräfte eintrafen. red