Haßfurt/Ebelsbach — Mehrere Zeugen waren zu einem Prozess vor das Amtsgericht in Haßfurt geladen. Sie konnten allerdings ohne aussagen zu müssen entlassen werden. Das Strafverfahren gegen einen 25-jährigen Mann aus einem Ort im Maintal wurde vorläufig eingestellt. Ihm war eine Straßenverkehrsgefährdung vorgeworfen worden. Schon vor der Sitzung hatten sich Staatsanwalt und Verteidiger auf einen "Deal" geeinigt, dem Richterin Ilona Conver zustimmte.
Die Möglichkeit, ein Verfahren gegen Geldauflage einzustellen, besteht, wenn die Verfahrensbeteiligten und das Gericht zustimmen und der Angeklagte bereit ist, zum Beispiel einen Geldbetrag zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung zu entrichten, und das öffentliche Interesse oder die Schwere der Schuld dem nicht entgegensteht. Der Angeklagte muss einen Betrag von 1800 Euro an den Kreisjugendring Haßfurt bezahlen. Wenn diese Auflage erfüllt ist, kann das Verfahren vollends eingestellt werden.
Der Staatsanwalt hatte zuvor erläutert, dass der Angeklagte im August 2014 nachts in Ebelsbach mit hoher Geschwindigkeit gefahren ist. Er prallte mit seinem Wagen gegen ein anderes Auto. Trotz eines Fremdschadens von 1000 Euro setzte er seine Fahrt fort, kam jedoch wenig später zur Unfallstelle zurück. Eine von der Polizei veranlasste Blutentnahme beim Angeklagten ergab 0,48 Promille. Der Angeklagte hat sich einer Straßenverkehrsgefährdung schuldig gemacht. Mit der Entscheidung des Gerichts war der Angeklagte zufrieden, zumal ihm die Fahrerlaubnis bleibt. hw