Die Gemeinden des Landkreises Kulmbach erhalten vom Freistaat Bayern zum Ausgleich von Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer 668 304 Euro. Das teilen die Landtagsabgeordneten Martin Schöffel (CSU), Rainer Ludwig (FW) und Inge Aures (SPD) mit.

Auch heuer hilft der Freistaat Bayern den Kommunen, die wegen Corona einen Rückgang ihrer Gewerbesteuereinnahmen zu beklagen haben. In den nächsten Tagen erhalten die Kommunen Abschlagszahlungen zur Gewerbesteuer 2021. Eine genaue Abrechnung erfolgt dann in 2022, dann können noch weitere Gelder hinzukommen.

Die Kompensationszahlungen für Gewerbesteuerausfälle sind an keinerlei Auflagen gebunden und stärken die Kommunalhaushalte unmittelbar.

Die Abgeordneten bedauern, dass sich der Bund in diesem Jahr nicht mehr an den Hilfen beteiligt. "Die Ampel-Parteien haben zwar im Wahlkampf von den Kommunalfinanzen gesprochen, bei einem Ausgleich der Gewerbesteuer wollen sie aber nicht mitmachen. Das ist bedauerlich für die Kommunen", stellt Martin Schöffel fest.

Im vergangenen Jahr hatten die bayerischen Gemeinden zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie einen pauschalen Ausgleich für Rückgänge in der Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt fast 2,4 Milliarden Euro erhalten, davon 1,346 Milliarden Euro vom Freistaat Bayern.

Die vorläufige Abschlagszahlung im Überblick (Landkreis Kulmbach):

Grafengehaig: 6141 Euro

Harsdorf: 26 005 Euro

Himmelkron: 217 936 Euro

Kasendorf: 29 740 Euro

Ködnitz: 14 261 Euro

Kulmbach: 268 400 Euro

Mainleus: 9422 Euro

Marktleugast: 5590 Euro

Presseck: 14 822 Euro

Thurnau: 30 825 Euro

Wirsberg: 45 162 Euro